BISTUM MÜNSTER

Neuer Bischof von Münster: So reagieren Verbände, Institutionen, Promis

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Heiner Wilmer ist der designierte Bischof von Münster. Kirche+Leben hat im Bistum Münster Reaktionen gesammelt.

Als eine der ersten Stimmen aus dem Bistum Münster nimmt die Vorsitzende des KFD-Diözesanverbands Münster, Jutta Lutterbey, gegenüber Kirche+Leben Stellung zur Wahl von Heiner Wilmer zum neuen Bischof von Münster. „Die KFD im Bistum Münster gratuliert Dr. Heiner Wilmer SCJ herzlich zu seinem neuen Bischofsamt. Zugleich verbinden wir diese Glück- und Segenswünsche mit der Hoffnung auf eine offene, erfolgreiche und zukunftsorientierte Zusammenarbeit. Wir erwarten, dass er die Stimmen von Frauen verbindlich in sein Handeln einbezieht, und bieten dafür ausdrücklich unsere Mitarbeit und unsere langjährigen Erfahrungen an. Diesen Weg werden wir engagiert begleiten und erwarten, dass notwendige Veränderungen konkret angegangen werden.“

Diözesankomitee zu Heiner Wilmer

Auch die Laienvertretung im Bistum Münster, das Diözesankomitee, äußert sich zum neuen Münsteraner Bischof. Die beiden Vorsitzenden, Brigitte Lehmann und Ulrich Vollmer, beglückwünschen Heiner Wilmer zur Wahl und sagen ergänzend: „Als Vorsitzende haben wir ihn in den vergangenen Jahren im Rahmen des Synodalen Weges als zukunftsorientierten Bischof erlebt. Wir wünschen uns, dass er Synodalität gemeinsam mit uns und allen Getauften in den Gremien und Strukturen unseres Bistums weiterentwickelt.“

Frank Möllmann, Moderator des Diözesanrats, erklärt gegenüber Kirche+Leben: „Ich freue mich sehr über die Berufung von Bischof Heiner Wilmer auf den Stuhl des hl. Liudger. Er passt von seiner Herkunft und von seiner synodalen Haltung gut zu uns in Münster. Seine Offenheit für die nötigen kirchlichen Veränderungsprozesse und sein bisheriges gesellschaftspolitisches Engagement lassen mich hoffnungsvoll in die Zukunft unseres Bistums blicken. Nicht zuletzt ist es sicherlich hilfreich, dass der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz nunmehr Hirte der mitgliederstärksten Diözese ist.“

Kolping und Priesterrat

Doris Büning, erste Vorsitzende des Kolpingwerk-Diözesanverbands Münster, sagt: „Wir begrüßen die Ernennung von Heiner Wilmer als starkes Signal für einen lebendigen Dialog zwischen Kirche, Gesellschaft und Sozialverbänden. Wir freuen uns auf einen Bischof, der für seine Offenheit und Bodenhaftung bekannt ist und den Synodalen Weg sowie die Teilhabe aller Gläubigen mit Mut und Weitsicht weiter vorantreiben wird. Als Kolpingwerk setzen wir auf eine Kirche der Geschwisterlichkeit, in der Solidarität, Subsidiarität und das Miteinander von Laien und Klerus aktiv gelebt werden. Mit Heiner Wilmer sehen wir eine Chance, diese Werte in einer Zeit des Umbruchs kraftvoll zu stärken. Gerne unterstützen wir Bischof Wilmer bei der Gestaltung einer zukunftsorientierten Pastoral im Bistum Münster. Ganz im Geiste Adolph Kolpings laden wir alle ein, diesen Weg der Erneuerung gemeinsam zu gehen und Kirche als Gemeinschaft der Tat zu gestalten.“

Jürgen Quante, Moderator des Priesterrats, zeigt sich erfreut: „Eine gute Wahl – in vielen Gesprächen in den letzten Wochen und Monaten war Bischof Wilmer einer der Wunschkandidaten. Eine beeindruckende Vorstellung heute Mittag: ein brechend voller Dom, Zuversicht und Gottvertrauen – und ein gläubiges Volk, das in stillem Gebet um den Segen für seinen neuen Bischof bat. Wohlwollen und Vorvertrauen, die an diesem Tag zu spüren waren, erleichtern den anspruchsvollen Dienst.“

BDKJ, KLJB, KLB

Simone Hauptmeier, Diözesanvorsitzende der KLJB, hofft auf eine große Offenheit von Heiner Wilmer: „Wir gratulieren Bischof Heiner Wilmer ganz herzlich und wünschen ihm für seine neue Aufgabe im Bistum Münster viel Kraft und Zuversicht. Aus Sicht der jungen Menschen in der KLJB wünschen wir uns Offenheit für die Lebensrealitäten junger Menschen auf dem Land, Mut zu Veränderung am Ort Kirche, Strukturen zu hinterfragen und Reformen aktiv mitzugestalten. Denn wir stehen für eine offene Kirche, in der sich alle Menschen willkommen fühlen – unabhängig von Herkunft, Lebensform oder Überzeugungen. Wir freuen uns auf viele Begegnungen, Austausch und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unserem neuen Bischof.“

Timo Donnermeyer, Diözesanvorsitzender des BDKJ, greift Wilmers Rede auf und nimmt ihn beim Wort: „Wir freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit und gemeinsames Vorangehen mit Bischof Wilmer, das, wie in seiner Einführungsrede vorgeschlagen, auf Aufsuchen, Zuhören und Verstehen beruht. Wir hoffen darauf, dass das Bistum Münster weiterhin ein Bistum ist, in dem Kinder und Jugendliche Priorität haben. Wir werden uns dafür einsetzen – denn unser Herz brennt für Kinder- und Jugendarbeit.“

Margret Schemmer, Vorsitzende der KLB, sagt: „Wir, die Katholische Landbewegung, freuen uns, dass dem neuen Bischof Heiner Wilmer das Landleben nicht fremd ist und so einen guten Austausch in Bezug auf den ländlichen Raum und die Landwirtschaft finden.

KAB und Diakonenrat

Wolfgang Kollek, Diözesanvorsitzender der KAB, heißt Wilmer herzlich willkommen“ und erklärt: Wir wünschen ihm ein offenes Ohr für die Menschen, die von den rasanten Veränderungen in der Arbeitswelt – sei es Arbeitsverdichtung wie in den pflegenden Berufen oder Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes – betroffen sind.

Matthias Kaiser, Sprecher des Diakonenrates, zeigt sich erfreut: „Eine gute Wahl! Das Bistum Münster darf sich auf einen neuen Bischof freuen, der bei seiner Vorstellung im Dom einen sympathischen und zugewandten Eindruck machte. In seiner Ansprache wurde deutlich, dass er ein Gespür dafür hat, worauf es ankommt: Gott hat ein Herz für die Welt. Ich wünsche Bischof Heiner für sein Hirtenamt in der Kirche von Münster Gottes Segen und freue mich auf den gemeinsamen Dienst mit ihm.“

Oldenburger Verbände und Pastoralreferenten

„Das Komitee der katholischen Verbände im Offizialatsbezirk Oldenburg begrüßt Bischof Dr. Heiner Wilmer von Herzen. Wir verbinden unsere Glück- und Segenswünsche mit der Hoffnung auf eine kraftvolle und zukunftsorientierte Amtszeit. Als Vertretung der katholischen Verbände im Oldenburger Land bieten wir dazu unsere Zusammenarbeit an und wünschen uns ein kooperatives Miteinander. Wir freuen uns, Bischof Dr. Heiner Wilmer, der das Oldenburger Land bereits kennt, bald auch persönlich kennenzulernen und wünschen ihm Gottes reichen Segen“, erklärt der Vorstand des Komitees der katholischen Verbände im Oldenburger Land.

Max Eickmann, Moderator des Rates der Pastoralreferenten: „Ich freue mich sehr über Bischof Heiner und dass wir in Münster nun bald den Vorsitzenden der DBK als Bischof begrüßen können. Die doppelte Aufgabe ist sicher herausfordernd, aber gerade daher auch sehr spannend. Synodalität in ihren verschiedenen Aspekten wird dabei hoffentlich eine große Rolle spielen – insofern freuen wir uns als Rat der Pastoralreferent:innen sehr auf die Zusammenarbeit!“

Das sagt NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte auf Anfrage von Kirche+Leben, dass er sich über den neuen Bischof freue: „Er ist nicht weit von meiner Heimat groß geworden. Ich bin sicher, er wird zu Land und Leuten passen und als erfahrener Bischof die Diözese in eine gute Zukunft führen.“ Dass Wilmer auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz sei, unterstreiche die Bedeutung des Bistums Münster.

Das sagt NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller

NRW-Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) erklärt exklusiv gegenüber Kirche+Leben: „Ich freue mich, dass das Bistum Münster nun wieder einen Bischof hat, und bin gespannt auf den Austausch mit Bischof Heiner Wilmer. Nach der Zeit der Vakanz ist es ein gutes Signal für die vielen Gläubigen im Bistum, dass die Leitung wieder vollständig besetzt ist. Mein besonderer Dank gilt dem Diözesanbeauftragten und allen Verantwortlichen, die die Übergangszeit mit großer Umsicht gestaltet haben. Bischof Wilmer ist vielen bereits als neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz bekannt, und ich bin sicher, dass er wichtige Impulse für das Bistum Münster und darüber hinaus setzen wird.“

Das sagt die DKM Darlehenskasse Münster

Max Gerenkamp, Vorstandsmitglied der DKM Darlehnskasse Münster: „Wir heißen Bischof Heiner Wilmer herzlich in Münster willkommen. Als DKM Darlehnskasse Münster eG sind wir dem Bistum Münster seit unserer Gründung eng verbunden und wünschen Gottes Segen und Zuversicht für die vor ihm liegenden Aufgaben.“

Das sagt Thomas Schüller

Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller nannte die Ernennung eine kluge Wahl. Wilmer sei „ein kluger und besonnener Reformer“, der gut zum Bistum Münster passe. Er traue sich mit Mitte 60 etwas: den Vorsitz einer zerstrittenen Bischofskonferenz und gleichzeitig die Leitung der größten und gut aufgestellten Diözese. Dem Evangelischen Pressedienst sagte Schüller: „Münster ist somit zukünftig der Hotspot der katholischen Kirche.“

Das sagt Bruder Paulus Terwitte

Der Leiter des Münsteraner Kapuzinerklosters, Bruder Paulus Terwitte, freut sich über die Ernennung des Nachfolgers von Felix Genn: „Mit Bischof Heiner kommt ein Mann nach Münster, der Weitblick aus der Weltkirche mitbringt und zugleich bodenständig in unserer Heimat verwurzelt ist.“ Wilmer kenne die Kirche in der Diaspora und wisse, wie Glaube auch bei sinkenden Zahlen wachsen kann. Die Brüder des Kapuzinerklosters würden sich dem neuen Bischof besonders verbunden fühlen, so Bruder Paulus. „Bischof Heiner ist einer, der Hoffnung aus dem Evangelium schöpft. Er verbreitet Zuversicht und setzt auf eine geschwisterliche Kirche. Vielleicht ist es nicht zu vermessen zu sagen: Er hat ein franziskanisches Herz und einen Humor, der aus dem Vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes lebt.“

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