BISTUM MÜNSTER

Münster: 1.300 Kinder erkunden den Dom

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Zum zweiten Kinderpilgertag kamen Kinder aus 80 katholischen Kindergärten nach Münster. Was sie in der Innenstadt erlebten.

Hand in Hand stehen dreizehn Jungen und Mädchen in blauen T-Shirts und mit bunt bemalten Pilgermuscheln um den Hals auf dem Rasen am Domherrenfriedhof am Münsteraner Dom. Zwischen ihnen liegt der Anfang eines langen Seils, das über den Rasen gelegt ist und auf der anderen Seite endet. Die fünf- und sechsjährigen Kinder gehen los. Sie zählen: „Eins, zwei, drei, vier“, klingt es im Chor. 

Am Ende des Seils haben die Kinder 20 Schritte gemacht – das entspricht 22 Metern. So hoch ist ungefähr das Hauptschiff des Doms. Die Gruppe aus Haltern-Lippramsdorf ist eine von zehn Einrichtungen aus Haltern, die sich am Dienstag, 16. Juni, auf den Weg zum Kinderpilgertag nach Münster gemacht haben.

Kinder aus 80 katholischen Kindergärten

Den ganzen Vormittag können die insgesamt 1.300 teilnehmenden Vorschulkinder aus rund 80 katholischen Kindergärten des Bistums Münster mit ihren 350 Begleitpersonen an verschiedenen Aktionen teilnehmen. Eine dieser Aktionen sind die Domerfahrungen. Dort messen die Kinder nicht nur mit Schritten, wie hoch der Dom ist, sondern lernen beispielsweise ganz praktisch, wie eine Orgel funktioniert. Insgesamt gibt es 14 Stationen. „Vier Stationen wurden erstmals von Schülerinnen und Schülern der Hildegardisschule organisiert“, sagt Stefanie Auditor. Sie ist Referentin für Kitapastoral beim Bistum Münster und hat den Kinderpilgertag organisiert. „Sie können im Dom Sinneserfahrungen machen und die Dinge selbst anfassen und hören.“

„Ich freue mich auf den Dom“, sagt Lilly. Sie ist eines von 77 Kindern, die im Verbund der Kitas St. Antonius Recklinghausen zum Kinderpilgertag nach Münster gekommen sind. Die Gruppe ist mit sieben Kitas in zwei Reisebussen angereist. „Mit einem Doppeldeckerbus“, ergänzt Liam. Die Kinder sitzen auf dem Domplatz und frühstücken. Sie warten auf die Domerfahrung. Gut zu erkennen ist die Gruppe aus Recklinghausen an ihren grünen Käppis. „Wir waren im letzten Jahr schon dabei. Das war ein toller Tag“, erinnert sich die Verbundleiterin Stephanie Grunau.

Kitas aus Recklinghausen, Moers und Münster

„Der Kinderpilgertag ist für Kinder im letzten Kindergartenjahr entstanden“, sagt Auditor. Die Kinder machen sich gemeinsam auf den Weg. Dabei sollen sie das Gefühl haben, dass sie begleitet und behütet sind und ein Stück weit mit Gott unterwegs sind. Neben dem Dom gibt es noch weitere Aktionen zu entdecken. Anmelden mussten sich die Gruppen zur Trommelreise, zum Erzählzelt, zu einem Objekttheater oder zu einem Figurentheater. Daneben gibt es offene Angebote wie das offene Singen in der Überwasserkirche, eine Leseinsel und ein Spielangebot im Bischofsgarten.

Erzieherin Silke Dietmar steht mit einer kleinen Gruppe aus der Kita St. Elisabeth in Moers im Bischofsgarten vor einer großen Dartscheibe. Die Kinder stehen in einer Reihe und warten, bis sie werfen dürfen. Das Angebot des Kinderpilgertags findet sie klasse. Im Bischofsgarten können die Kinder frei toben. Mathilda und Amy macht das Spielen im Garten Spaß, auch die große Dartscheibe gefällt ihnen. Miran und Eyman aus der Kita St. Josef in Moers erzählen, dass sie Spaß daran haben, sich den kleinen Hügel im Bischofsgarten hinunterrollen zu lassen.

Ebenfalls im Bischofsgarten sitzt eine Gruppe aus der Kita St. Sebastian in Münster-Nienberge. Sie waren schon beim offenen Singen und beim Objekttheater. Jetzt machen sie eine Pause und essen Erdbeeren. Die schmecken der sechsjährigen Charlotte und dem fünfjährigen Matteo. „Mir hat das Theater gefallen“, sagt Charlotte, und Matteo ergänzt: „Alles war gut.“

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