Katholischer Campus in Nähe der Uniklinik vorgesehen

Bistum Münster plant vier neue Wohnheime für Studierende

In Münster sollen in einem katholischen Campus in der Nähe der Uniklinik vier neue Wohnheime für Studierende mit knapp 90 zusätzlichen Plätzen entstehen. Dies hat der Kirchensteuerrat des Bistums Münster beschlossen. Diese Wohnheime sollen unter anderem das Deutsche Studentenheim am Breul 23 und das Thomas-Morus-Kolleg in Münster-Gievenbeck ersetzen, die  nach den Planungen in einigen Jahren geschlossen werden.

Vor dem Sommersemester 2021 würden die Neubauten jedoch nicht fertig, teilte Markus Hoffmann, Geschäftsführer des Bischöflichen Studierendenwerkes GmbH (BSW), während  der jüngsten Sitzung des Vereins Ehemaliger Breulianer mit. Dies bedeutet, dass alle jetzigen Heimbewohner noch sieben Semester wohnen bleiben könnten. Im Gebäude am Breul 23 ist aktuell auch das Büro des 101. Deutschen Katholikentages untergebracht.

15 Quadratmeter große, möblierte Zimmer

Die neuen Wohnheime am Coesfelder Kreuz sollen unter anderem auf dem Platz errichtet werden, an dem derzeit noch an der Fliednerstraße das Ludgerushaus steht. Als Ersatz für dieses Wohnheim für Menschen mit Behinderung baut die Stift Tilbeck GmbH ein Wohnheim in Münster-Mecklenbeck, das im kommenden Jahr bezugsfertig sein soll.

Hoffmann erklärte, die vier Wohnheime mit jeweils vier bis fünf Etagen böten insgesamt 236 Zimmer in 19 Wohngemeinschaften. Zusätzlich werde es drei Funktionsgebäude geben – mit einem Café und größeren Veranstaltungsraum, einem Verwaltungsgebäude und einer Kapelle.

Bauträger ist das Bistum Münster. Vorgesehen sind mit Schrank, Bett und Schreibtisch möblierte Zimmer, die im Durchschnitt 15 Quadratmeter groß sind. Zusätzlich werden sie ein drei Quadratmeter großes Bad haben. Viele Zimmer  sollen barrierefrei zugänglich sein.

Bischof Overbeck und Generalvikar Köster waren Heimleiter

Das BSW werde ein Frühstückscafé für die Studierenden betreiben und zudem selbst mit der Verwaltung von der Frauenstraße 3-6 in der Innenstadt umziehen. Als Nachfolge für die bisherige traditionelle Breul-Bar im Deutschen Studentenwohnheim sei auch künftig eine  Bar denkbar, sagte Hoffmann. Voraussetzung dafür sei, dass es genügend Freiwillige gebe, die diese Bar in studentischer Selbstorganisation betrieben.

Das Deutsche Studentenheim, intern nur kurz „Der Breul“ genannt, ist seit dem Jahr 1928 Heimat für Studenten aller Fakultäten oder Nationalitäten. Heimleiter waren unter anderem Domkapitular Paul Ketteler (bis 1993), der heutige Essener Bischof Franz-Josef Overbeck (1994-2000) und Generalvikar Norbert Köster (2000-2006).