Generalvikar Winterkamp empfiehlt Maßnahmen in Gemeinden und Gottesdiensten

Bistum Münster setzt sämtliche Firmungen wegen Corona aus

Im Kampf gegen das Coronavirus sagt das Bistum Münster alle Firmungen bis zum Ende der Osterferien ab. In einem Schreiben gibt Generalvikar Winterkamp auch Empfehlungen für andere Gottesdienste und Aktivitäten.

Im Kampf gegen das Coronavirus empfiehlt das Bistum Münster Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen, alle Veranstaltungen, die nicht zwingend durchgeführt werden müssen, abzusagen oder zu verschieben. Das geht aus einem Schreiben von Generalvikar Klaus Winterkamp an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums vom Freitag hervor. Alle Firmungen werden demnach bis zum Ende der Osterferien abgesagt.

Beerdigungen, Taufen, Trauungen nur im kleinen Kreis

Beerdigungen mit mehr als 100 Beteiligten "empfehlen sich nicht", heißt es in dem Schreiben. Allerdings sollte sensibel mit den Angehörigen besprochen werden, wie unter den derzeitigen Bedigungen eine würdige Beerdigungsfeier in einem kleineren Kreis möglich ist. Taufen und Trauungen müssen den Angaben zufolge nicht verschoben werden. Sie können "im kleinen Kreis" und wie alle sonstigen Gottesdienste unter Beachtung besonderer Verhaltensmaßnahmen weiterhin stattfinden.

Analog zum Beschluss des nordrhein-westfälischen Schulministeriums rät das Bistum, alle Ausflüge und Freizeiten mit Kindern und Jugendlichen im kirchlichen Kontext bis zum Ende der Osterferien abzusagen. Diesen zeitlichen Richtwert wählt das Generalvikariat auch für Absagen von nicht unbedingt notwendigen Veranstaltungen. Doch schon jetzt sollen Pfarreien und kirchliche Einrichtungen prüfen, welche Veranstaltungen auch nach den Osterferien ohne großen finanziellen Ausfall abgesagt werden können.

Was ist mit Erstkommunionfeiern?

Für die Erstkommunionfeiern, die meist nach Ostern in den Pfarreien und Gemeinden stattfinden, empfiehlt der Generalvikar, mit Absagen zu warten. Pfarreien, die Erstkommunionfeiern für den Weißen Sonntag geplant haben, können überlegen, ob sie diese gegebenenfalls jetzt schon absagen. „Für alle anderen Feiern rund um den Christi-Himmelfahrts-Tag sollten die Entscheidungen erst getroffen werden, wenn der Verlauf der Epidemie absehbarer ist – so wie es auch Politik und Kultur derzeit handhaben“, heißt es in dem Schreiben des Generalvikars.

Hinsichtlich der regulären sonntäglichen Gottesdienste wird Menschen aus Risikogruppen (Senioren, Menschen mit Vorerkrankungen) empfohlen, auf den Besuch zu verzichten und stattdessen Gottesdienste über die Medien mitzufeiern. Geistliche, Kommunionhelferinnen und -helfer, Messdienerinnen und Messdiener sind aufgerufen, ihren Dienst bei Krankheitssymptomen nicht mehr auszuüben und ansonsten eigenverantwortlich zu entscheiden, ob sie ihre Dienste wahrnehmen.

Für die Schließung von kirchlichen Einrichtungen und Institutionen bleibe maßgebend, was die Gesundheitsbehörden an Vorgaben herausgeben. Keine Einrichtung sollte aus Eigeninitiative geschlossen werden.

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