Die wichtigsten Punkte im Überblick

Bistum Münster und Protestanten stellen Ökumene-Papier vor

Das Bistum Münster, die Evangelische Kirche von Westfalen und die Evangelische Kirche im Rheinland verpflichten sich auf konkrete ökumenische Fortschritte. Die westfälische Präses Annette Kurschus, der rheinische Vizepräses Christoph Pistorius und Münsters Bischof Felix Genn stellten am Pfingstmontag in Münster das Papier „Gemeinsam Zukunft gestalten“ vor.

„Kirche-und-Leben.de“ fasst zentrale Punkte im Überblick zusammen.

Die Beteiligten empfehlen den Gemeinden,

  • Formen der geistlichen Ökumene zu intensivieren und fest im Alltag der Gemeinden zu verankern,
  • wo es sinnvoll und möglich ist, Vereinbarungen über die gemeinsame Nutzung von Kirchen und Gemeindehäusern zu treffen,
  • wenn möglich die Abstimmung über pastorale Schwerpunkte vor Ort zu suchen,
  • ökumenische Gemeinde-Partnerschaften einzugehen.

Die Beteiligten wollen

  • wechselseitige Konsultationen zu den Reformprozessen in den Kirchen anregen,
  • ökumenische Gäste oder Beobachter zu Synoden, Bischofsforen oder zur Entwicklung von Stellungnahmen einladen,
  • die ökumenische Bildung verstärken,
  • die konfessionelle Kooperation im Religionsunterricht intensivieren,
  • den Glauben zunehmend gemeinsam öffentlich bezeugen,
  • Inititativen bilden und fördern, die sich für Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung und die Überwindung von Gewalt einsetzen,
  • eine enge Zusammenarbeit in der Flüchtlingsarbeit einschließlich der Kirchen anderer Sprache und Herkunft suchen und vereinbaren,
  • die Begegnung und den Austausch mit Juden und  Muslimen intensiv fortsetzen und öffentlich immer wieder Position gegen Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus beziehen.