Keine Vorgabe des Bistums für katholische Schulen

Bistum Münster unterstützt Klimastreik – Mitmachen erlaubt

Das Bistum Münster unterstützt den globalen Klimastreik am morgigen Freitag, den unter anderem die Bewegung „Fridays for Future“ trägt. Mitarbeitern im Generalvikariat ist sogar ausnahmsweise das Streiken erlaubt, teilt die Bischöfliche Pressestelle mit.

Mitarbeiter der Bistumsverwaltung, die an Klima-Demos teilnehmen wollen, „können für diesen Zweck ihren Arbeitsplatz verlassen“, heißt es in der Mitteilung. Nur, wenn „wirklich dringende betriebliche Gründe“ dagegen sprächen, sei das nicht möglich. Das kirchliche Arbeitsrecht lässt Streiks im klassischen Sinn eigentlich nicht zu.

Ob Schüler demonstrieren dürfen, entscheiden die Schulen

Vor allem Schüler und andere junge Menschen tragen die Bewegung „Fridays for Future“. Ob aber Schüler katholischer Schulen im Bistum Münster am Freitag streiken dürfen, dazu gibt es keine neue Vorgabe. „Das liegt in der Verantwortung der einzelnen Schulen“, sagt Anke Lucht von der Bischöflichen Pressestelle auf Anfrage von „Kirche-und-Leben.de“.

Bisher hatten katholische Schulen im Bistum für Klima-Demos kein schulfrei erteilt. Im Februar hatten mehrere Schulleiter gegenüber „Kirche-und-Leben.de“ auf Landesschulgesetze verwiesen – und darauf, dass viele Schüler noch minderjährig seien.

Weihbischof Lohmann: Es ist fünf nach zwölf

Bei einer Klimaschutz-Demo in Kleve wird Weihbischof Rolf Lohmann sprechen, Umweltbischof der Deutschen Bischofskonferenz. Die Pressestelle zitiert vorab aus seinem Redemanuskript: „Wir müssen jetzt handeln, denn es ist schon fünf nach zwölf!“ Zugleich werde Lohmann die Bewegung „Fridays for Future“ loben. Sie habe es geschafft, „das Thema Klimaschutz in alle Schichten der Bevölkerung zu tragen“.

Zum Klimaschutz seien gerade Christen aufgerufen, auch durch Handlungen im eigenen Alltag, so der Weihbischof aus Xanten. „Fridays for Future“ erinnere daran, „worum es uns Christen zuallererst geht – die Bewahrung der Schöpfung und die Solidarität mit unseren Nächsten“.