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Nach dem überraschenden Rücktritt Wiesemanns ist ein Übergangsverwalter für das Bistum Speyer gewählt worden. Wen das Domkapitel bestimmt hat.
Das Bistum Speyer wird nach dem überraschenden Rücktritt von Bischof Karl-Heinz Wiesemann ab sofort übergangsweise vom bisherigen Generalvikar Markus Magin geleitet. Magin (61) wurde am Samstag, 22. August, vom Speyerer Domkapitel zum Diözesan-Administrator gewählt, wie das Bistum mitteilte. Als Übergangsverwalter leitet Magin nun die Diözese bis zum Amtsantritt eines neuen Bischofs.
Der Diözesan-Administrator hat grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie ein Diözesanbischof, darf aber „keine Entscheidung treffen, die den nächsten Bischof binden oder in seiner Amtsführung hindern könnte“. Wie lange die bischofslose Zeit in Speyer dauert, ist nicht absehbar. In der jüngeren Vergangenheit waren etwa die Bischofssitze in Münster, Bamberg, Paderborn und Osnabrück mehr als ein Jahr vakant.
Bisheriger Verwaltungschef des Bistums Speyer
Der 66-jährige Wiesemann hatte den Papst aus gesundheitlichen Gründen um seine Entpflichtung vom Amt des Bischofs gebeten. Papst Leo XIV. nahm das Rücktrittsgesuch Wiesemanns, der seit 2008 als Bischof des Bistums Speyer amtierte, am Mittwoch, 19. August, an. Wiesemann schied mit sofortiger Wirkung aus dem Amt. Seitdem ist der Bischöfliche Stuhl der Diözese Speyer unbesetzt.
Markus Magin war seit Mai 2022 Generalvikar und damit Stellvertreter von Bischof Karl-Heinz Wiesemann. Er leitete als Verwaltungschef des Bistums das Bischöfliche Ordinariat. Magins Amtszeit als Generalvikar endete jedoch automatisch mit dem Rücktritt von Bischof Wiesemann am Mittwoch. Vor seiner Zeit als Generalvikar war Magin Pfarrer und ab 2009 Regens des Bischöflichen Priesterseminars Sankt German in Speyer.
Abschiedsgottesdienst für Wiesemann
Ein Abschiedsgottesdienst für den ehemaligen Bischof Wiesemann findet am 13. September im Speyerer Dom statt, wie die Diözese am Samstag mitteilte.