Mehrheit indischer Priester im Bistum Osnabrück aus Kerala

Bode schreibt indischen Priestern: Wir beten für Flutopfer

Angesichts der Überschwemmungen im südindischen Bundesstaat Kerala hat Bischof Franz-Josef Bode den indischen Seelsorgern im Bistum Osnabrück sein Mitgefühl ausgesprochen. „Sie sollen wissen, dass ich in diesen Tagen sehr an Sie denke und Ihre Sorgen und Ängste mit in mein Gebet nehme“, so Bode in einem Brief an die rund 200 in seinem Bistum tätigen Priester und Ordensleute. Sie stammen nach Bistumsangaben überwiegend aus Kerala.

Mit Blick auf die Toten, Vermissten und jene Menschen, die nun in Notunterkünften leben, schreibt Bode an die Inder im Bistum Osnabrück: „Auch Verwandte, Freunde und Bekannte von Ihnen werden darunter sein. Und es ist kaum möglich, mit ihnen in Kontakt zu treten, weil Telefon- und Stromleitungen zerstört sind.“

Bode ruft dazu auf, gemeinsam für die Menschen in Kerala zu beten: Dass Gott „die Verstorbenen in seine Arme schließe, die Überlebenden tröste und stärke und den Helferinnen und Helfern beistehe“. Das Bistum Osnabrück werde „Wege finden, die Kirche in Kerala zu unterstützen“, schreibt Bode, ohne bereits konkret zu werden.

Misereor bittet um Spenden

Derweil ruft das katholische Hilfswerk Misereor zu Spenden für die Flutopfer in Indien auf. Mehr als eine Million Menschen drängten sich in Sammelunterkünften, sagte die Indien-Referentin von Misereor, Anna Dirksmeier. Das Hab und Gut der Familien sei weggeschwemmt worden. Die Zahl der Todesopfer von aktuell 400 dürfte noch steigen.

Der Bundesstaat Kerala ist nach außergewöhnlich starken Monsun-Regenfällen nahezu komplett überschwemmt, es kam auch zu Erdrutschen. Mindestens 200.000 Menschen seien obdachlos geworden. Misereor gab eine erste Soforthilfe von 50.000 Euro frei, das Erzbistum Köln spendete 150.000 Euro.

Misereor bittet um Spenden auf das Konto IBAN DE75 3706 0193 0000 1010 10 bei der Pax-Bank Aachen, BIC GENODED1PAX, Stichwort: „Flut Asien“