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Bundestags-Vize Ramelow: So sollten Kirchen mit AfD-Anhängern umgehen

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Inhaltlich zeigen die Kirchen klare Kante zu Rechtsradikalen und Populisten. Wozu der evangelische Christ und Linken-Politiker dennoch ermuntert.

Von KNA

Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow (Linkspartei) ermuntert die Kirchen, das Gespräch mit AfD-Sympathisierenden zu suchen. „Es geht darum, Menschen nicht zu verurteilen, wenn sie etwa sagen, die AfD sei ihre politische Heimat, sondern miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagte der Politiker im Kölner „Domradio“.

Wenn sich im Gespräch Trennendes zeige oder unterschiedliche Menschenbilder sichtbar würden, sei es wichtig, klar zu bleiben: „Nicht hart, aber eindeutig. Diese Klarheit macht zugleich deutlich, wie einladend Kirche sein kann“, so Ramelow, der aktives Mitglied der evangelischen Kirche ist.

Kirchen-Protest gegen AfD-Bundesparteitag

Er lobt die kirchliche Initiative "Unser Kreuz hat keine Haken", deren Transparente er an vielen Kirchen sehe: „Wenn das die gemeinsame Botschaft ist und das Ganze verbunden wird mit Fröhlichkeit, mit Ausstrahlung, mit Lächeln und mit Zugewandtheit, dann zeigt das eine klare Haltung der Offenheit.“

Ramelow äußert sich beeindruckt vom Zuspruch, den auch kirchliche Angebote wie Gottesdienste und Friedensgebete bei den Kundgebungen gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt hatten. „Wenn ich dann sehe, dass so ein Abendgebet auf einmal mit 1.500 jungen Leuten gefüllt ist, die noch nie in der Kirche waren oder fast noch nie, dann bin ich davon angetan“, sagte der frühere Thüringer Ministerpräsident: „Kirche ist nicht einfach nur die Amtskirche, sondern Kirche ist der Ort, wo wir uns treffen.“ Das habe er am ganzen Wochenende in Erfurt erlebt.

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