Kollekte an diesem Sonntag

Bonifatiuswerk: Spenden helfen im Norden – auch im Bistum Münster

An diesem Wochenende, 18. und 19. November, wird bundesweit in allen katholischen Gottesdiensten für die Glaubenden gesammelt, die in großer Minderheit in der Diaspora leben. So setzt das Bonifatiuswerk das gespendete Geld ein.

Wem hilft das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken?

Es unterstützt Katholiken, die in der Minderheit leben, vereinzelt und über weite Gebiete verstreut – in der Diaspora. Fördergebiete sind Deutschland, Nordeuropa und die baltischen Länder.

Was wird unterstützt?

Der Bau und die Renovierung von Kirchen, Gemeindezentren, Kindergärten und Schulen, die kleine Gemeinden allein nicht finanzieren könnten. Vor einem Jahr wurde zum Beispiel zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder ein Dom in Europa geweiht – ein Neubau in Trondheim in Norwegen. 4,2 Millionen der 12,5 Millionen Euro Baukosten trug das Bonifatiuswerk – wesentlich mit Hilfe von Einzelspenden aus Deutschland. Außerdem gibt das Bonifatiuswerk Geld für missionarische Projekte, für die Kinder- und Jugendarbeit sowie für die Anschaffung von Kleinbussen. Sie helfen Mitarbeitern und Gläubigen in flächengroßen Pfarreien, Entfernungen zu überwinden.

Woher kommt das Geld?

Spendenkonto
IBAN-Nummer DE46 4726 0307 0010 0001 00 bei der Bank für Kirche und Caritas Paderborn, BIC: GENODEM1BKC

Aus Kollekten und Einzelspenden. 4,8 Millionen Euro erbrachten bundesweit im Jahr 2016 die verschiedenen Kollekten. Für das Bonifatiuswerk wird am Diaspora-Sonntag, dem dritten Sonntag im November, gesammelt, außerdem spenden Erstkommunionkinder und Firmlinge. Im Bistum Münster kamen 2016 am Diaspora-Sonntag 111.000 Euro zusammen, die Erstkommunionkinder gaben 196.000 Euro, die Firmlinge 83.000 Euro. An Einzelspenden verzeichnete das Werk 2016 bundesweit 3,8 Millionen Euro. Spender aus dem Bistum Münster trugen rund 359.000 Euro dazu bei.

Wohin fließt das Geld?

2016 förderte das Bonifatiuswerk 827 Projekte mit ingesamt 15,1 Millionen Euro. Unter anderem wurden 3,2 Millionen Euro in Bauvorhaben investiert, zwei Millionen Euro in die Kinder- und Jugendhilfe und eine Million Euro in missionarische Projekte. In der Gesamtsumme enthalten sind 3,6 Millionen Euro vom Diaspora-Kommissariat der deutschen Bischöfe. Alle deutschen Priester spenden ein Prozent ihres Gehalts an das Kommissariat. Es verwendet das Geld, um Priestern in Nordeuropa zu helfen, zum Beispiel mit einem Auto für Wege durch riesige Pfarreien. 5,7 Millionen von 15,1 Millionen Euro kamen Projekten in Deutschland zugute. Hier profitieren vor allem die Diaspora-Gebiete im Norden und Osten der Bundesrepublik.

Werden auch Katholiken im Bistum Münster unterstützt?

Ja. Diaspora-Gebiete gibt es im Norden des niedersächsischen Bistumsteils. Das Bonifatiuswerk bezuschusst den Umbau des ehemaligen Pfarrhauses in St. Peter Oldenburg, in dem unter anderem vier Apartments für Jugendliche im Freiwilligen Sozialen Jahr entstehen, mit 65.000 Euro. Mit 25.000 Euro gefördert wird die Errichtung eines Jugendpastoralen Zentrums an der katholischen Cäcilienschule in Wilhelmshaven. Bereits im Jahresbericht 2016 verbucht sind zwei Posten: Die Anschaffung von zwei Kleinbussen für flächengroße Pfarreien wurde mit 39.000 Euro gefördert. 9.000 Euro gingen in die Kinder- und Jugendseelsorge.