Rückgang in beiden Teilen des Bistums Münster

Caritas-Auslandshilfe: Spenden aus dem Bistum sinken um 40 Prozent

Rund 1,5 Millionen Euro haben Spender aus dem Bistums Münster 2016 an das Hilfswerk „Caritas international“ überwiesen. Das sind 1,1 Millionen Euro oder gut 40 Prozent weniger als 2015. Laut Caritas sind solche Schwankungen aber nicht ungewöhnlich.

Informationen unter www.caritas-international.de.

„Caritas international“ leistet die Auslandshilfe der deutschen Caritas. „Die Spenden-Ergebnisse schwanken je nach dem, ob es in einem Jahr große und medienwirksame Katastrophen gegeben hat“, erläuterte Harald Westbeld, Sprecher des Diözesan-Caritasverbands, am Donnerstag auf Anfrage von „Kirche-und-Leben.de“. 2016 gab es offenbar weniger Katastrophen als im Jahr zuvor.

Spendenaufkommen im Oldenburger Land halbiert

Im Jahr 2015 waren bistumsweit 2,6 Millionen Euro gespendet worden, davon 2,3 Millionen im nordrhein-westfälischen und 300.000 im niedersächsischen Bistumsteil. 2016 kamen 1,4 Millionen Euro im NRW-Teil zusammen (ein Minus von etwa einem Drittel) und 160.000 Euro im Oldenburger Land (Summe fast halbiert). Insgesamt beträgt der Rückgang 1,1 Millionen Euro oder gut 40 Prozent.

Etwa die Hälfte der Spenden für die Caritas-Auslandshilfe waren 2016 Gelder ohne bestimmten Zweck, die bei Katastrophen sofort einsetzbar sind. Bei den zweckgebundenen Spenden machten die Hilfe in Syrien und nach dem Wirbelsturm Matthew in der Karibik große Anteile aus. Insgesamt setzte „Caritas international“ 2016 mehr als 77 Millionen Euro für Hilfen ein. Dabei arbeitet das Werk mit weltweit 160 nationalen Caritas-Organisationen zusammen.