POLITIK

Steuer: Caritas begrüßt Reformvorhaben der Bundesregierung

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Unter anderem will die Koalition aus Union und SPD eine „gestaffelte Reichensteuer“ einführen. Warum Eva Maria Welskop-Deffaa das für sozial hält.

Von KNA

Die neuen Beschlüsse der Regierungskoalition setzen aus Sicht des Deutschen Caritasverbandes gerade in Punkto Steuerreform die richtigen Akzente. Es sei gut, dass der Einnahmeausfall durch eine geplante Steuerentlastung der unteren Mitte nicht über Umsatzsteuererhöhungen zurückgeholt werde, sagte Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa der Funke-Mediengruppe. Stattdessen geschehe das durch eine „gestaffelte Reichensteuer“.

Die Koalition verständigte sich bei ihrer Sitzung am Donnerstag, 2. Juli, unter anderem auf Entlastungen bei der Einkommensteuer, vor allem für Familien. Ein berufstätiges Paar mit zwei Kindern solle bei einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 Euro rund 600 Euro jährlich sparen. Gegenfinanzieren will die Koalition das auch mit einer Reform der sogenannten Reichensteuer. Hier sollen ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.000 Euro künftig 45 Prozent Steuern anfallen, ab 280.000 Euro 47 Prozent.

Die Einigung sei ein großer Fortschritt, so Welskop-Deffaa. Die geplanten Reformen seien auch sozial ausgewogen. Mehr Steuergerechtigkeit schaffe mehr Zukunftsmut – gerade auch, wenn es gelinge, Familien wirksam zu entlasten. Die Caritas-Präsidentin begrüßte zudem, dass sich die Koalition auf Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit geeinigt habe. Konkret nannte Welskop-Deffaa ein Programm, das die Zahl der Jugendlichen ohne Schulabschluss reduzieren und Ausbildungsabschlüsse fördern solle.

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