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Viele Sozialbereiche sind nicht auskömmlich finanziert, auch manche Refinanzierung stockt. Das hat Folgen für einen Caritasverband.
Ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung hat der Caritasverband für das Dekanat Bocholt im Kreis Borken begonnen. Grund für die Finanzkrise sind nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Medien gestiegene Personal- und Sachkosten. Krankenkassen, Kommunen, Land und Bund würden diese nicht vollständig übernehmen.
Die 904 Mitarbeitenden, darunter 41 Auszubildende, seien am Freitag informiert worden, dass der Betrieb in den Einrichtungen während des Verfahrens weitergehe. Statt der Löhne erhalten die Beschäftigten in den kommenden drei Monaten Insolvenzgeld von der Arbeitsagentur.
Umstrukturierung geplant
Der Caritasverband will seine Arbeit nun den Berichten zufolge mit externer Hilfe umstrukturieren. Details waren der Internetseite des Verbands zunächst nicht zu entnehmen.