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Zum Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November

Caritas-Expertin fordert: Frauenhäuser erhalten - Hilfen ausbauen

  • Die katholischen Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen begrüßen den von Landesministerin Ina Scharrenbach geplanten Pakt gegen Gewalt.
  • Es sei wichtig, die Hilfen auszubauen. Die häusliche Gewalt habe zuletzt zugenommen.
  • Gleichzeitig wird der Erhalt der Frauenhäuser gefordert.
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Die katholischen Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen in Nordrhein-Westfalen begrüßen den von Landesministerin Ina Scharrenbach geplanten Pakt gegen Gewalt. Wie wichtig der Ausbau der Hilfen sei, zeigten die neuesten Zahlen zur Zunahme häuslicher Gewalt im vergangenen Jahr, erklärt Monika Brüggenthies für die Landesvertretung der katholischen Frauenhäuser in NRW zum 40. Jahrestag der Gewalt gegen Frauen am 25. November.

Allerdings dürften dafür nicht, wie ursprünglich angedacht, die bestehenden Schutzeinrichtungen in zentralen Anlaufstellenstellen aufgehen. Dies habe die Landesvertretung zusammen mit der Freien Wohlfahrtspflege NRW und den Vertreterinnen der Landesarbeitsgemeinschaft der autonomen Frauenhilfeangebote in Stellungnahmen deutlich gemacht, heißt es in einer Mitteilung der Caritas.

Frauenhäuser bleiben erhalten

Monika Brüggenthies
Monika Brüggenthies leitet die Abteilung soziale Dienste und Familienhilfe im Diözesancaritasverband Münster. | Foto: Caritas Münster

Aus gutem Grund müssten die Adressen der Frauenhäuser insbesondere für die Täter geheim bleiben. Da könnten nicht in zentralen Beratungsstellen unter dem gleichen Dach wie die schutzsuchenden Frauen und Kinder wohnen. Zudem habe sich die über Jahre gewachsene Struktur der Einrichtungen bewährt. Vorwiegend auf dem Land und in großen Flächenkreisen wären die von der Ministerin geplanten „Powerhäuser“ für viele Frauen in Not nur schwer erreichbar. Den Bestand der vorhandenen Frauenhäuser zu erhalten, habe die Ministerin zwischenzeitlich zugesagt.

Grundsätzlich sieht Brüggenthies, die die Abteilung soziale Dienste und Familienhilfe im Diözesancaritasverband Münster leitet, einen guten Ansatz darin, die Unterstützungs- und Hilfeangebote für geschädigte oder von Gewalt bedrohte Menschen zu bündeln und auszubauen. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung hat den Entwurf im Frühjahr zur Diskussion gestellt, die daraufhin eingegangenen Stellungnahmen werden derzeit bearbeitet.

Kritisch von den Expertinnen und Experten bewertet wird der Begriff „Powerhaus“, der eher an eine Sporteinrichtung denken lasse, was insbesondere für die hier angebotenen Hilfen wenig passend wäre, so Brüggenthies abschließend.

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