SOZIALES

Alle Angebote an einem Ort - Klever Caritas investiert Millionensumme

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Rund vier Millionen Euro hat der Caritasverband Kleve investiert. Profitieren sollen Mitarbeitende, Klienten und Ratsuchende.

Wer die Einrichtungen, Dienste und Beratungsangebote der Caritas im niederrheinischen Kleve aufsuchen möchte, findet alle an einem Platz und in einer Gebäudereihe: an der Hoffmannallee 66-70. Möglich macht die Zusammenfassung der Caritas-Angebote ein dreigeschossiger Neubau.

Insgesamt investiert die Caritas vier Millionen Euro – rund 3,8 Millionen Euro in den Neubau und knapp 200.000 Euro in die Renovierung der benachbarten Altbauten. „Für unsere Mitarbeitenden, Klienten und die Ratsuchenden haben wir einen Gebäudekomplex geschaffen, der den Bedarfen entspricht und optisch gefallen wird“, sagt Caritas-Vorstand Rainer Borsch.

Caritas: Großer Arbeitgeber im Kreis Kleve

Der 1967 gegründete Caritasverband Kleve zählt mit 720 Mitarbeitenden und knapp 180 freiwillig Engagierten zu den größten Arbeitgebern im Kreis Kleve. In Kleve, Goch, Emmerich, Rees, Kalkar, Bedburg-Hau, Uedem und Kranenburg bietet der Verband Unterstützung für Menschen in Not, für Ältere, Kranke sowie für Kinder, Jugendliche und Familien. Laut Jahresbericht hatte der Caritasverband Kleve 2024 einen Umsatz von 32,3 Millionen Euro erwirtschaftet.

Im Neubau sind 29 Büros für 63 Arbeitsplätze entstanden. Die Nutzfläche beträgt 950 Quadratmeter. Wie der Architekt Johannes Peeters aus Goch erläuterte, wurde ein besonderes Augenmerk auf die Nachhaltigkeit gelegt: Eine Solewasser-Wärmepumpe mit sieben Erdsonden sowie eine leistungsfähige Photovoltaikanlage auf dem Dach machen das neue Caritas-Gebäude zu einem Effizienzhaus nach KfW-40-Standard.

Nachhaltiges Bauen

„Wir wollten ein Beispiel für nachhaltiges Bauen setzen. Langlebige Materialien wie die hochwertige Fassade aus keramischen Fliesen und eine klimafreundliche Technik zeichnen das Gebäude aus“, sagte Peeters. Das Gebäude biete mehrere moderne Konferenzräume und sei vollständig barrierefrei.

Die Investition in ein neues Gebäude betrachtet Rainer Borsch als notwendig und sinnvoll: „Verwaltung und Beratung brauchen gute Räume.“ Der Bau sei zukunftsweisend.

Wirtschaftliche Herausforderungen

Insgesamt sieht sich die Caritas Kleve gut aufgestellt, auch wenn die Rahmenbedingungen den Verband vor Herausforderungen stellen, wie Borsch in seinem jüngsten Jahresbericht schrieb. Auch die Caritas Kleve habe sich im vergangenen Jahr an einer Demonstration gegen die geplanten Kürzungen im Landeshaushalt des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligt.

„Die Kürzungen wurden im verabschiedeten Haushalt zwar etwa zur Hälfte zurückgenommen. Problematisch bleibt aber, dass in vielen Haushaltspositionen die hohen Personalkostensteigerungen der letzten Jahre bei den Zuschüssen nicht berücksichtigt werden. Sie sind teilweise sogar seit vielen Jahren konstant geblieben“, erläuterte Borsch.

Kleve: Leistungsstarker Caritas-Verband

Die Demonstrationen seien Ausdruck einer zunehmend schwierigeren wirtschaftlichen Situation vieler Wohlfahrtsverbände gewesen. Der Verband habe dennoch ein positives Ergebnis erzielt. „Unsere unterschiedlichen Tätigkeitsfelder haben auch im vergangenen Jahr zu einem Ausgleich von Gewinnen und Verlusten geführt und sind Ausdruck der hohen Leistungsfähigkeit unseres Verbandes“, berichtete Borsch.

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