Ausbildungsgehälter deutlich über Bundesdurchschnitt

Caritas: Pflege-Azubis verdienen mehr als angehende Maurer

Auszubildende in Pflegeberufen erhalten bei der Caritas mehr Gehalt als angehende Maurer, Mechatroniker und Versicherungskaufleute. Das gilt nach Angaben des Diözesan-Caritasverbands Münster für Einrichtungen des katholischen Wohlfahrtsverbands im nordrhein-westfälischen Teil des Bistums.

Die Caritas im NRW-Teil des Bistums zählt zum Tarifgebiet West der Arbeitsvertragsrichtlinien (AVR), des Tarifvertrags der Caritas. Demnach erhalten angehende Pflegekräfte über drei Ausbildungsjahre im Durchschnitt 1.115 Euro brutto im Monat. Nach Angaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) kommen Maurer-Azubis auf 1.110 Euro im Schnitt, Mechatroniker auf 1.047 Euro und Versicherungskaufleute auf 1.028 Euro.

Zuschläge und Sonderleistungen

Bei Caritas-Trägern im Münsterland und am Niederrhein erhalten Auszubildende in der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege dasselbe Brutto-Monatsgehalt: im ersten Ausbildungsjahr 1.090 Euro, im zweiten Jahr 1.152 Euro und im dritten 1.253 Euro. Hinzu kommen Zuschläge für Dienste an Wochenenden, Feiertagen und nachts, Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Zudem profitieren auch Auszubildende vom System der Kirchlichen Zusatzversorgungkasse (KZVK), die Betriebsrenten für Caritas-Mitarbeiter aufbaut.

Dies liege „weit über dem durchschnittlichen Ausbildungsgehalt“, sagt Jörn Suermann, Referent für Pflege und Pflegeausbildung im Diözesan-Caritasverband. 2017 hätten Azubis in Westdeutschland laut BIBB durchschnittlich 881 Euro pro Monat verdient. Dieser Schnitt gelte allerdings nur in der sogenannten dualen Ausbildung, darunter falle nicht die schulische Pflegeausbildung.

Im NRW-Teil des Bistums bieten Caritas-Träger mehr als 4.500 Ausbildungsplätze in der Pflege an: 2.244 Plätze für angehende Krankenpfleger, 1.976 für Altenpfleger und 313 für Kinderkrankenpfleger.