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Die ohnehin schon geringen Freiräume für Christen in China werden kleiner. Das hat Bischof Bertram Meier bei einem Besuch erfahren.
Christen in den chinesischen Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macau stehen aus Sicht des Weltkirche-Bischofs Bertram Meier immer stärker unter Druck der Zentralregierung in Peking. "Die katholische Minderheit sieht sich hier durch eine vertiefte staatliche Regulierung in ihren Handlungsmöglichkeiten zunehmend eingeengt", sagt der Augsburger Bischof laut Deutscher Bischofskonferenz. Zuvor hatte der Vorsitzende von deren Weltkirche-Kommission Ostasien bereist.
Als Sonderverwaltungszonen hätten Hongkong und Macau zwar noch eine gewisse politische und gesellschaftliche Freiheit, allerdings baue Peking seinen Einfluss immer weiter aus, so Meier. Bei Gesprächen mit Kirchenvertretern, darunter die Bischöfe von Hongkong und Macau, Kardinal Stephen Chow und Stephen Lee Bun-Sang, sei auch die schwierige Situation der Christen auf dem chinesischen Festland thematisiert worden.
"Verbot religiöser Erziehung"
"Die Kirche hat hier unter erheblichen Einschränkungen zu leiden, bis hin zum Verbot religiöser Erziehung von Kindern und Jugendlichen", sagt Meier. Auch Möglichkeiten zum internationalen Austausch und zur Unterstützung der Kirche in Festlandchina seien in den vergangenen Jahren geringer geworden.
Vor den beiden Sonderverwaltungszonen hatte Meier laut Mitteilung Singapur besucht und dort unter anderem Kardinal William Goh getroffen. Der Weltkirche-Bischof hob das Zusammenleben im Stadtstaat hervor, der allen Religionen Freiheit gewährt. Katholiken könnten hier "frei atmen", allerdings in einem sehr reglementierten Gesellschaftssystem.