BISTUM MÜNSTER

Chrisam-Messe in Münster: Weihbischof Theising weiht Öle für Sakramente

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Die Öle, die zum Spenden der Sakramente gebraucht werden, werden in der Chrisam-Messe geweiht – traditionell in der Karwoche im Dom in Münster.

Von pbm, jjo

„Im Mittelpunkt unseres Handelns und Verkündens als Kirche muss Jesus Christus stehen.“ Das hat Diözesan-Administrator Antonius Hamers bei der Chrisam-Messe im Dom in Münster betont. Zelebrant war Weihbischof Wilfried Theising aus Vechta, der auch die Weihe der liturgischen Öle vornahm.

Im Gottesdienst wurden die Öle für die Spendung der Sakramente geweiht, wie üblich am Beginn der Karwoche. Vertreterinnen und Vertreter vieler Pfarreien aus dem Bistum nahmen die Öle in Empfang. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Messe war traditionsgemäß die Erneuerung des Weiheversprechens der anwesenden Priester.

Die liturgischen Öle

Geweiht wurden das Katechumenen-Öl, mit dem Erwachsene gesalbt und so als Taufbewerber zugelassen werden, das Öl für die Krankensalbung sowie das Chrisam für Taufen, Firmungen, Priester- und Bischofsweihen. Zur Weihe brachten Gläubige aus verschiedenen Regionen des Bistums die Öle zum Altar.

In der Predigt warnte Diözesan-Administrator Hamers angelehnt an eine Äußerung des Philosophen Jürgen Habermas vor einem ausschließlich diesseitigen Religionsverständnis. „Religion muss für den Verweis auf etwas Höheres stehen“, forderte Hamers.

Hamers über die Sendung der Kirche

Sie dürfe und solle auch Lebensweisheiten und Lebenshilfe verbreiten, aber sich nicht darauf beschränken. „Ein Christentum, das sich nicht auf Gott und Jesus Christus bezieht, gibt sich auf und macht sich überflüssig“, sagte Hamers. Wenn die Kirche sich rein auf gesellschaftliche Fragen konzentriere, verrate sie ihre Sendung.

Diese Sendung stehe in der Chrisam-Messe im Mittelpunkt. Denn die Sakramente, für die die heiligen Öle genutzt werden, „sind uns als Instrumente der Beziehung zu Gott anvertraut“, sie seien „Bausteine der Nähe Gottes“. Alles, was die Kirche tue und verkündige, müsse in ihnen seinen Grund haben. Die heiligen Öle seien insofern Ausdruck des Heilsdienstes der Kirche. Abschließend dankte Hamers den Seelsorgenden sowie allen Gemeindevertretern für ihren Einsatz.

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