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Die Kirchen in Deutschland geben gemeinsam die Christliche Patientenvorsorge heraus. Nun musste diese überarbeitet werden. Was sich geändert hat.
Für die Vorsorge in der letzten Lebensphase haben die Kirchen in Deutschland ihre Christliche Patientenvorsorge erneuert. Niemand könne voraussehen, wann und auf welche Weise das Leben zu Ende geht, erklären die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) als Herausgeber. Möglich sei aber eine Vorsorge mit Blick auf eigene Wünsche für die Behandlung in schwerster Krankheit und im Sterben. Es sei wichtig, frühzeitig über mögliche Entscheidungen nachzudenken.
Mit der Neuauflage biete die Christliche Patientenvorsorge von katholischer, evangelischer und ökumenischer Seite neue Orientierung, so eine Mitteilung der Kirchen. „Vor allem sollte sichergestellt sein, dass diejenigen, die einen Menschen begleiten und behandeln, dessen Vorstellungen, Behandlungswünsche und Verfügungen kennen.“ Nicht zuletzt müsse klar sein, wer die Vollmacht hat, die eigenen Interessen zu vertreten, wenn man dazu selbst nicht mehr in der Lage ist.
Handreichung mit Orientierung und Formularen
Die Handreichung zur Christlichen Patientenvorsorge biete christlich-ethische Orientierung und stelle Formulare zur Verfügung, um eine Vorsorgevollmacht, eine Betreuungsverfügung und eine Patientenverfügung auszufertigen sowie Behandlungswünsche zu dokumentieren.
Erforderlich wurde die Neufassung laut Angaben aufgrund von Veränderungen in der Gesetzgebung: „Formulare aus älteren Auflagen, die schon zu einem früheren Zeitpunkt verwendet wurden, verlieren aber nicht ihre Rechtsgültigkeit.“ Es wird aber empfohlen, eigene Festlegungen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen.
„Der tragende Grund für die Überlegungen dieser Handreichung Christliche Patientenvorsorge ist der christliche Glaube, der sich mit der Hoffnung verbindet, dass Gottes Liebe größer ist, größer auch als alles Leiden und Sterben, und dass Gott in Christus neues Leben schenkt“, betonen die EKD-Ratsvorsitzende, die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs, der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, sowie der ACK-Vorsitzende, der anglikanische Reverend Christopher Easthill.
Die Christliche Patientenvorsorge kann auf der Seite der Deutschen Bischofskonferenz kostenlos als PDF heruntergeladen werden.