Stiftung des ehemaligen Fußballprofis gibt es seit zehn Jahren

Christoph Metzelder engagiert sich für benachteiligte Kinder

Als eine „menschliche und christliche Ungerechtigkeit“ hat der ehemalige Fußballprofi Christoph Metzelder die soziale Benachteiligung vieler Kinder in Deutschland bezeichnet. „Leider Gottes gibt es eine Großzahl junger Menschen, bei denen nicht klar ist, dass ihr Lebensweg nach der Schule in eine Ausbildung und ein geregeltes Leben übergeht“, sagte der frühere Nationalspieler dem Magazin Bene, das vom Bistum Essen herausgegeben wird.

Aus dem zehnjährigen Engagement seiner Stiftung wisse er, dass Kinderarmut in den Industrieländern ein vielschichtiges Thema sei, so Metzelder in dem Interview in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift. Er habe aber auch erfahren, dass die Kinder, „die am wenigsten mitbringen, die größte Motivation haben, aus ihrem Leben etwas zu machen“.

Bildungs- und Integrationsarbeit

Weitere Informationen zur Christoph Metzelder Stiftung
www.metzelder-stiftung.de

Der aus Haltern im Bistum Münster stammenden Metzelder fördert mit der nach ihm benannten Stiftung derzeit etwa 25 Projekte, in denen neben der direkten Hilfe durch die Unterstützung von Essenstafeln sowie Freizeit- und Ferienangeboten die Bildungs- und Integrationsarbeit im Vordergrund steht. Im Interview berichtet er von Erfolgen der mittlerweile zehnjährigen Arbeit. So hätten es durch die Begleitung nicht wenige geschafft, ihr Leben selbstständig zu meistern.

Metzelder spricht in dem Interview auch von seinem Glaubenshintergrund. „Meine katholische Erziehung hat mich schon sehr geprägt.“ In St. Sixtus in Haltern war er Messdiener und trug als Jugendlicher die Bistumszeitung Kirche+Leben aus. Auch heute genieße er es, wenn er Zeit für einen Kirchgang finde: „Allein diese Ruhe, diese spirituelle Kraft, die dort herrscht.“ Der Glaube habe ihm auch geholfen, seine Erfolge im Profifußball in Demut einzuordnen.

Am Donnerstag, 24. November 2016, ist Metzelder um 19.30 Uhr Gast bei den „Loburger Schlossgesprächen“ im bischöflichen Gymnasium Collegium Johanneum bei Ostbevern. Dabei wird er zum Thema „Kein Kind zurücklassen – wieso fallen auch in Deutschland immer wieder Jugendliche durchs Bildungsnetz?“ sprechen.