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Mehrere Jungen infiziert - Gruppe tritt Heimreise an

Corona-Ausbruch auf Ameland: Ferienwerk Bedburg-Hau bricht Lager ab

  • Das Jungenlager des Ferienwerks Bedburg-Hau auf Ameland ist nach mehreren Corona-Fällen abgebrochen worden.
  • Die infizierten Kinder sind separat per Bulli nach Hause gefahren, der Rest fuhr per Bus zurück.
  • Das Ferienwerk wollte auf Ameland das 50-jährige Bestehen feiern.
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Der Schrecken im Camp Ritskemoei auf Ameland war groß. Die Lagerverantwortlichen sahen sich gezwungen schnell zu handeln. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen brach das Coronavirus im Jungenlager des Ferienwerks der Pfarrgemeinde St. Johannes der Täufer in Bedburg-Hau aus. Das Lager wurde abgebrochen.

50 Jahre besteht das Ferienwerk. Das sollte in diesem Sommer mit einem Jubiläumslager gefeiert werden. Und nachdem Corona den Verantwortlichen bereits 2020 einen Strich durch die Rechnung gemacht hatte, sollte es in diesem Jahr klappen. Am 3. Juli brechen 35 Jungen nach dem Reisesegen von Pfarrer Theo Kröll zum 50. Mal auf die niederländische Frieseninsel auf. In der Hoffnung auf unbeschwerte Tage. Bis zum 17. Juli ist die Ferienfreizeit geplant. Mit einem großen Willkommensschild begrüßen die Vermieter Erna Brower, Catrien und Henk Metz die Jungen vom Niederrhein. Ausdruck einer gewachsenen Freundschaft. Denn auch die Vermieter freuen sich sehr, dass das Lager in diesem Jahr wieder stattfindet.

Bei Jugendlichen treten Erkältungssymptome auf

Bestes Wetter mit einem ereignisreichen Programm auf der Insel erzeugt ein tolles Urlaubsfeeling. Spiel, Spaß, Spannung, hin und wieder mit einem kühnen Sprung in die doch noch kühlen Fluten prägen die Tage. Die Jungs, so die Lagerleitung, lassen die Seele baumeln. Doch jäh findet diese Stimmung ihr Ende.

Bereits nach gut einer Woche treten bei einigen Jugendlichen Erkältungssymptome auf. Lagerleiter Stephan Reinders, der im wahren Leben Bürgermeister (CDU) von Bedburg-Hau ist, und sein Mitstreiter Sebastian Müller handeln sofort. Die erkrankten Jungen werden auf das Coronavirus getestet. Mit einem positiven Ergebnis. Daraufhin wird das ganze Lager einem Test unterzogen. Vier weitere Jungen sind positiv. Die schnelle Reaktion der Leitung: Wir brechen das Lager ab. Die Infizierten werden mit einem Bulli isoliert nach Hause zurückgebracht, der Rest folgt mit dem Reisebus. „Angesichts der Situation hat alles gut geklappt“, sagt Pastor Theo Kröll. Die Jungen aber hätten sich sicher ein anderes Ende der Freizeit gewünscht.

Kreis Kleve ordnet PCR-Testung an

Laut Angaben der örtlichen Medien hat der Kreis Kleve eine PCR-Testung für die Lagerteilnehmer angeordnet. Die Kinder bleiben in häuslicher Quarantäne, bis das Testergebnis bekannt ist. Auf Ameland liegt der 14-Tage-Inzidenzwert laut "Reichsinstitut für Volksgesundheit" bei 915 Infektionen pro 100.000 Einwohner, das entspricht 34 Corona-Fällen (Stand: 13. Juli), im Kreis Kleve liegt die 7-Tage-Inzidenz laut Robert-Koch-Institut bei 2,6.

Im direkten Anschluss an das Jungenlager sollte die Mädchen-Gruppe des Ferienwerks Bedburg-Hau nach Ameland reisen und bis zum 31. Juli bleiben. Doch dieses Lager ist nach Informationen von Pfarrer Theo Kröll nun abgesagt worden.

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