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Anruf bei Regina Kleine Weischer, Leiterin einer Kindertagesstätte

Corona-Call (9): Wie fühlt sich eine Erzieherin?

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Corona-Zeit, schwere Zeit: die einen völlig isoliert, andere zum Nichtstun verdammt, die nächsten Leute im Dauerstress. Wie kommen sie mit dieser Situation klar? Was ist schwer, was macht die Sache leichter? „Kirche-und-Leben.de“ ruft bei Menschen im Bistum Münster an und fragt: Wie geht’s denn? Heute: Regina Kleine Weischer (37). Sie ist die Leiterin der Kindertagesstätte St. Ida in Münster-Gremmendorf.

Wie geht’s denn, Frau Kleine Weischer?

Ganz gut, auch wenn das Leben im Augenblick natürlich eine Herausforderung ist. Ich weiß durch meine Arbeit, dass es Familien mit Kindern viel schwerer haben. Sie müssen viel mehr umdenken und umorganisieren.

Was ist gerade Ihre größte Herausforderung?

Regina Kleine Weischer
Erzieherin Regina Kleine Weischer.

Das sind die immer neuen Vorgaben und Bestimmungen für die Kindertagesstätten, auf die wir reagieren müssen. Der Alltag mit den Kindern muss daran angepasst werden. Zu schauen, wie unter den Hygiene-, Schutz- und Abstandsmaßnahmen ein einigermaßen normaler Kindergarten-Alltag möglich ist, ist nicht immer leicht. Auch für die Kommunikation mit den Eltern müssen neue Lösungen gefunden werden.

Wie schaffen Sie es, durch diese Zeit zu kommen?

Ich suche so oft wie möglich, Abstand zum Thema Corona zu finden. Ich möchte der Pandemie möglichst wenig Raum geben. Da helfen mir viele Dinge wie Spazierengehen, Radfahren oder Joggen. Ich koche mir auch mal etwas Besonderes.

Was haben Sie sich für die Zeit nach Corona vorgenommen?

Ich habe mir vorgenommen, darüber nicht nachzudenken. Das ist wie ein Eigenschutz: Wenn ich mir Dinge vornehme, vielleicht sogar für einen bestimmten Zeitpunkt, dann kann meine Sehnsucht danach enttäuscht werden. Wenn es soweit ist, geschehen sicher von allein die Dinge, nach denen man sich gerade sehnt.

Gibt es eine Lebensweisheit, die Ihnen Mut macht und die vielleicht auch anderen helfen kann?

Ich habe den Grundsatz, neue Herausforderungen immer mit neuer Motivation anzunehmen. Das hilft mir in dieser Zeit besonders.

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