Jeden Tag um 19.30 Uhr – Landesweites Geläut am Ostersonntag

Corona: Glocken im Bistum Münster läuten täglich – Neue Verbote

Im Bistum Münster sollen bis zum Mittwoch der Karwoche, 8. April, täglich um 19.30 Uhr alle Kirchenglocken läuten. Die Idee aus dem Erzbistum Köln werde aufgegriffen, teilte die Bischöfliche Pressestelle mit. Zugleich wurden weitere Einschränkungen bekannt.

Da sich in der Corona-Krise die Gläubigen nicht zum Gottesdienst versammeln können, lade das Geläut zum persönlichen Gebet ein, schreibt Generalvikar Klaus Winterkamp an alle Pfarreien. Es solle „Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft sein“. Zudem blieben Kirchen möglichst zum persönlichen Gebet geöffnet.

Taufen und Trauungen nicht mehr möglich

Ein 15-minütiges gemeinsames Geläut in allen nordrhein-westfälischen Bistümern ist laut Winterkamp für Ostersonntag geplant. Auch die evangelischen Landeskirchen würden kontaktiert, um sich an diesem Zeichen der Auferstehungsfreude zu beteiligen.

Zugleich gab Winterkamp nach Rücksprache mit den Behörden neue Einschränkungen bekannt. Taufen und Trauungen seien ab sofort auch im kleinsten Familienkreis nicht mehr möglich. Das gelte bis mindestens 19. April. Eine Verlängerung bestehender Verbote sei denkbar.

Bei Beerdigungen Trauerhallen nicht nutzen

Beerdigungen sollten komplett im Freien erfolgen. Trauer- und Friedhofshallen sollten nicht genutzt werden, solange das Wetter nicht sehr widrig sei. Zugelassen sind maximal 20 Personen des engsten Familienkreises. Allgemein gelte, dass Anordnungen der Behörden strengstens zu folgen sei – etwa beim Mindestabstand zwischen Menschen von zwei Metern.

Die Absage der Gottesdienste der Kar- und Osterwoche schließt laut Winterkamp die Chrisammesse zur Weihe der liturgischen Öle am Montag, 6. April, ein. Bischof Felix Genn werde den Gottesdienst allein im Dom in Münster feiern, eine Übertragung im Internet ist geplant. Die Verteilung der Öle werde in Absprache mit den Pfarreien geregelt.

Gottesdienst-Übertragungen auch an Kar- und Ostertagen

Mit Blick auf die Kar- und Ostertage verweist der Generalvikar auf die Gottesdienst-Übertragungen im Internet. Er berichtet, auch der WDR plane an den österlichen Tagen eine leicht zugängliche Übertragung nicht-öffentlicher Liturgien.