„kennen & lernen“ klingt nach Singlebörse, ist es aber nicht

Corona-Kontakte – Hochschulgemeinde vermittelt Partner für Spaziergänge

  • Die Katholische Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) Münster vermittelt Spaziergänge „in echt“ für Studenten auf der Suche nach Kontakten.
  • Anhand eines Online-Fragebogens finden Interessierte zueinander. Ob sie sich wirklich treffen, liegt dann bei ihnen.
  • Für Gespräche können unter dem Schlagwort „Rent a Referent“ auch die Referenten „gebucht“ werden.
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Jemand kennenzulernen ist in diesen Zeiten von Kontaktbeschränkungen nicht ganz einfach. Junge Leute tippen sich auch ganz gerne über Verkuppelungsdienste wie mobile Dating-Apps in den siebten Himmel.

Ein Angebot der Katholischen Studierenden- und Hochschulgemeinde (KSHG) Münster zielt in eine ähnliche Richtung und bietet unter dem Motto „kennen & lernen“ eine Vermittlung zu einem gemeinsamen Spaziergang an. „Wir haben abgewogen, ,wollen wir Leute vermitteln?‘ Das ist ja im Moment so eine Sache“, sagt Lionard Tampier, Sprecher der KSHG auf Anfrage von „Kirche-und-Leben.de“. Viele Studenten säßen tagtäglich in Zoom-Konferenzen und würden sich darüber hinaus auch digital treffen, „aber das ersetzt ja den persönlichen Kontakt nicht.“

„Das klingt jetzt nach Singelbörse, ist es aber nicht“

Im Vorfeld hatte bereits das digitale Treffen für die Studenten, die neu an die Uni gekommen sind, gute Resonanz gefunden, sagt Lionard Tampier. Daher habe man sich im Team Gedanken gemacht, was man sonst noch für junge Leute, die auf der Suche nach Kontakten sind, anbieten könne: „Bei ,kennen & lernen‘ trifft man sich zu einem guten Gespräch während eines Spaziergangs“, sagt Tampier.

Vorher füllen die Teilnehmer einen Online-Fragebogen aus mit Vornamen, Alter und Geschlecht. Außerdem stellen sie sich kurz selbst vor und können ihre Wünsche an einen schönen Spaziergang formulieren. „Dann werden die Teilnehmer gematcht, das klingt jetzt nach Singelbörse, ist es aber nicht“, sagt Tampier. „Wir vertrauen da auch auf unserer wohlwollende Followerschaft, die sich erstmal einen schönen Spaziergang machen möchten.“

„Für viele Teilnehmer ist das Geschlecht völlig unerheblich“

Lionard Tampier
Lionard Tampier ist Referent für Medienarbeit bei der KSHG Münster | Foto: pd

Ein Mitarbeiter der KSHG schickt die Kontaktdaten nach Abgleich auf Übereinstimmungen dann weiter: „Dann haben es die Gesprächspartner in der Hand, ob sie sich connecten. Für viele Teilnehmer war das Geschlecht übrigens völlig unerheblich“, berichtet Tampier. Man konnte ankreuzen, ob man „männlich“, „weiblich“ oder „divers“ treffen wollte: „Das ist für uns als Hochschulgemeinde klar, dass wir zeigen, wir stehen allen Geschlechtern offen gegenüber.“ Die bisherigen Rückmeldungen bestanden in dem Wunsch nach einem Austausch und Kennenlernen von neuen Leuten.

Nicht nur „Matchpaare“ können an weitere Aktionen der KSHG anknüpfen: Da einige Veranstaltungen gerade ausfallen, kann man auch Spaziergänge mit den Referenten der KSHG buchen. Lionard Tampier mit dem Schwerpunkt Medienarbeit hat selbst auch schon bei „Rent a Referent – Miete einen Referenten“ mitgemacht: „„Die Studierenden kommen mit ganz unterschiedlichen Anliegen in ein Gespräch. Manche wollen einfach nur mal wieder face-to-face quatschen, andere haben wirklich etwas auf dem Herzen.“ Themen können der Berufseinstieg oder die Situation in der WG sein.

„Do-it-yourself-Gottesdienst“ wieder am 13. Dezember

Gut angenommen würden außerdem die digitalen Gottesdienste, die neben den Angeboten dienstags und freitags auf drei Feiern sonntags aufgestockt worden sind: „Abwechselnd gibt es ein längeres Video mit unserem Hochschulpfarrer Michel Berentzen oder aber einen „do-it-yourself-Gottesdienst.“ Dabei könne man mit der Anwendung „Microsoft sway“ selbstbestimmt durch die Liturgie klicken: „Wie in einer Power-Point-Präsentation werden Lieder und Videos eingebunden, der Clou ist, dass ich selber entscheiden kann, wann ich zum nächsten Gebet oder zur Predigt klicken möchte“, beschreibt Tampier das Angebot.

Das nächste Format dieser Art gibt es am 13. Dezember, Infos auf der Internetseite der Katholischen Hochschulgemeinde www.kshg.de.

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