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Ausstellung im Steinfurter Pfarrgarten, Ställe und Fensterbilder in Ibbenbüren-Langewiese

Corona-Krippen im Kreis Steinfurt haben für Besucher geöffnet

  • Krippenwege statt Weihnachtsmarkt: In Ibbenbüren-Langewiese zeigen 53 Teilnehmer ihre Krippen und adventlich gestalteten Fenster.
  • In Steinfurt wird der große Pfarrgarten ausgeleuchtet: Mit Hygienekonzept können Stationen zum Thema „Warten“ besichtigt werden.
  • Beteiligt haben sich verschiedene Steinfurter Vereine, von der KAB über die KFD bis zum Heimatverein.
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„Ich bin begeistert“, sagt Nina Hoppe am Telefon. Das siebenköpfige Organisationsteam hätte nie mit einer so großen Resonanz gerechnet: „53 Aussteller machen mit“, berichtet die 38-Jährige vom ersten Langewiesener Krippenweg in der Nähe der Kirche St. Don Bosco in Ibbenbüren.

Der Ortsteil gilt als ruhig und gediegen. Es gibt kaum Einzelhandel, aber zwei Kindergärten, eine Schule und einen Friseur, die sich mit viel Engagement beteiligen: „Wir haben uns überlegt: Was können wir hier bei uns im Ortsteil anbieten, wo doch aufgrund der Pandemie vieles abgesagt ist“, berichtet Nina Hoppe.

Karte zeigt alle 53 Krippen-Standorte

Inspiriert wurde das Orga-Team unter anderem vom Handorfer Waldkrippenweg bei Münster: „Dort können sich die Besucher an der frischen Luft und mit Abstand Krippen anschauen“, weiß Nina Hoppe. Begeistert war sie auch immer von der Krippenausstellung in der Basilika in Rheine, die in diesem Jahr ausfallen muss.

Die Bitte, bis zum ersten Advent ein Fenster, Balkon oder den Vorgarten zu schmücken, hatte durchschlagenden Erfolg. Es beteiligen sich alle Generationen: „Ich hatte eine alte Dame am Telefon. Sie hatte gar keine Lust auf Weihnachten und wollte nichts vom Dachboden holen“, berichtet Nina Hoppe. Dennoch habe die Frau nun ihre Fensterbank weihnachtlich dekoriert.

„Wir haben in Bezug auf die Gestaltung keine Vorschriften gemacht. Die Bewohner haben ihre Fenster toll beleuchtet, oder Krippen und Holzfiguren aufgestellt, oder Fensterbilder und Lichterketten aufgehängt“, beschreibt Hoppe „ihr“ Weihnachtsdorf. Ihre Mitstreiterin Verena Emken hat ehrenamtlich eine Internetseite erstellt: „Eine Karte zeigt alle 53 Standorte an.“ Diese lässt sich auch ausdrucken.

Echtes Lebkuchenhaus in Steinfurt

Bis der 1,50 Meter große Stall in ihrer eigenen Auffahrt aufgebaut ist, dauert es wohl noch etwas, sagt Nina Hoppe. Zumindest die Puppe ihrer drei Kinder liegt schon bereit: das Jesuskind muss auf seinen Einsatz in der Krippe noch etwas warten.

Mit stimmungsvoller Beleuchtung und Stationen rund um das Thema „Warten“ präsentiert sich der riesige Pfarrgarten von St. Nikodemus. Es wird ein anderer Advent, eine andere Zeit des Wartens auf die Ankunft des Gottessohnes – mit vielen Einschränkungen. „Und deshalb wollen wir den Menschen in unserer Stadt auf verschiedene Weise inhaltlich und virtuell Freude und Zuversicht schenken“, sagt Pfarrer Jochen Reidegeld laut Pressemitteilung.

Verschiedene Gruppen aus der Pfarrei wie die Burgsteinfurter Kolpingsfamilie, die KAB St. Marien, der SkF, die Kfd St. Nikomedes, die KLJB Borghorst, der Familienmessekreis, das OT-Heim St. Nikomedes und die Pfadfinder aus Burgsteinfurt haben Hütten und sternförmige Holzstelen, die mit großem Abstand im Garten aufgestellt sind, gestaltet. Mal gibt es Besinnliches zur Adventszeit, mal etwas zur Vorfreude für Kinder. Und von ihnen mag, kann auch einen Stern basteln und bringen. Gefertigt wurden die Stelen von den Senioren des Borghorster Heimatvereins, die sich nach einer Idee des Pfarrers spontan dazu bereiterklärt hatten. Weiterer Blickfang ist ein „Lebkuchenhaus“, das wegen der Coronaregeln leider nur angeschaut und nicht betreten werden darf.

Gang durch den Adventsgarten mit Mundnasenschutz

Informationen zu den beiden Krippenwegen gibt es hier:
Langewiese: www.langewieser-krippenweg.de
Steinfurt: www.st-nikomedes.de/glauben-erleben/advent/adventsgarten

Als Zeichen des ökumenischen Zusammenhalts beteiligt sich auch die evangelische Kirchengemeinde um Pfarrerin Inga Schönfeld mit einer Aktion am Adventsgarten. Ein Team aus Ehren- und Hauptamtlichen der Pfarrei hatte in den zurückliegenden Wochen die Ideen für den Adventsgarten gesammelt und die Vorbereitungen für die Gestaltung getroffen. „Aber alles immer unter dem Vorbehalt, dass die geltende Corona-Schutzverordnung den Adventsgarten erlaubt“, erklärt Pastoralreferent Torsten Oster, der ein Hygienekonzept erstellt hat, das vom städtischen Ordnungsamt genehmigt wurde. Darin ist der Weg durch den Adventsgarten klar geregelt: Der Eingang ist ausschließlich durch das Tor am Kindergarten St. Josef. Von dort geht es mit einem Mund-Nasen-Schutz und auf Abstand links herum über den angelegten Gehweg. Der Ausgang ist über den Heimannplatz. Desinfektionsspender stehen bereit. Geöffnet ist der Adventsgarten täglich bis 21 Uhr.

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