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Größte Fußwallfahrt im deutschsprachigen Raum abgesagt

Corona: Osnabrücker Wallfahrt fällt aus – größter Pilgerzug nach Telgte

Die größte Fußwallfahrt im deutschsprachigen Raum von Osnabrück nach Telgte fällt wegen der Corona-Pandemie aus, erstmals in ihrer 168-jährigen Geschichte. Das gilt auch, sollten bis Juli Kontaktverbote aufgehoben werden.

Die größte Fußwallfahrt im deutschsprachigen Raum fällt wegen der Corona-Pandemie aus. Erstmals in ihrer 168-jährigen Geschichte werde die Pilgertour von Osnabrück nach Telgte nicht stattfinden, sagte Hauptorganisator Karlheinz Schomaker dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Das ist sehr schmerzlich.“ Aber nachdem Bund und Länder Großveranstaltungen bis Ende August untersagt hätten, sei klar gewesen, dass es für die Wallfahrt am 11. und 12. Juli keine Genehmigung geben werde.

In den vergangenen Jahren seien jeweils bis zu 9.000 Menschen unterwegs gewesen, sagte Schomaker, der die Wallfahrt seit mehr als 30 Jahren organisiert. Das geltende Abstandsgebot hätte sich auf der 48 Kilometer langen Strecke, die großteils über die Bundesstraße 51 führe, nur schwer einhalten lassen. Vor allem an den Rastplätzen und am Ziel Telgte wäre es nicht möglich gewesen.

Absage auch bei Lockerung von Verboten

Der Leiter betonte, es bleibe in jedem Fall bei der Absage, selbst wenn sich die Infektionszahlen in den kommenden zwei Monaten rückläufig entwickeln sollten und Kontaktverbote aufgehoben würden. Eventuell könnten dann jedoch am Wallfahrtssonntag in Osnabrück und Telgte Gottesdienste stattfinden.

Selbst im Zweiten Weltkrieg, als die Nationalsozialisten die Osnabrücker Wallfahrt nach Telgte verboten hatten, habe sie letztlich stattgefunden, weil sich Pilger in kleinen Gruppen auf den Weg gemacht hätten. Schomaker mahnte jedoch, der Versuchung in diesem Jahr zu widerstehen. Es wäre nicht gut, wenn in Telgte am Ende doch mehrere hundert Pilger einträfen.

Der Leiter der Telgter Wallfahrt, Propst Michael Langenfeld, hatte bereits am Freitag im Gespräch mit „Kirche-und-Leben.de“ mit einer Absage des Pilgerzugs aus Osnabrück gerechnet.

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