Täter verstorben – Vorkommnisse zwischen 1966 und 1974

Damme: Missbrauchsverdacht gegen Benediktiner bestätigt

Bestätigt hat sich der Verdacht gegen einen inzwischen verstorbenen Pater des Benediktiner-Priorats Damme wegen sexueller Grenzverletzungen und körperlicher Gewalt gegen Schüler des Internats Damme im Oldenburger Land. Das teilen das Priorat und seine Mutter-Abtei Münsterschwarzach mit. Zugleich betonen sie, sie bedauerten zutiefst, dass ein Mitglied der Klostergemeinschaft „schwerwiegende Verfehlungen an jungen Menschen begangen hat“.

Der Verdacht bestätigte sich nach Gesprächen mit 17 ehemaligen Schülern. Es geht um Verfehlungen zwischen 1966 und 1974. Laut Presseerklärung ist es ausdrücklicher Wunsch der Opfer, ihre Namen, die damaligen Vorgänge und die nun zu ergreifenden Maßnahmen nicht öffentlich zu machen.

Der Abt von Münsterschwarzach, Michael Reepen, dankte den Opfern für ihre Bereitschaft, „über ihre traumatischen Erfahrungen zu sprechen“ und den Benediktinern erneut zu begegnen. Wegen der „gravierenden Folgen“, die Missbrauch haben könne, sei es „besonders dringlich“, auch noch nach Jahrzehnten Wege der Aufarbeitung zu beschreiten.