Generalversammlung: Positive Bilanzen vorgestellt

Darlehnskasse Münster mit Geschäftsjahr 2016 zufrieden

Die Darlehnskasse Münster (DKM) hat 2016 ihr Kundengeschäft ausgebaut. Das betreute Kundenvolumen stieg von 6,5 auf 6,94 Milliarden Euro, wie der Vorstandsvorsitzende Christoph Bickmann auf der Generalversammlung in Münster bekanntgab. Die Bilanzsumme sank von 4,4 auf 4,15 Milliarden Euro. Den Bilanzgewinn gab Bickmann mit 1,9 Millionen Euro an. Die etwa 450 Mitglieder der Bank bekämen für das abgelaufene Geschäftsjahr wie im Vorjahr eine Dividende von 7 Prozent.

Mit der Ergebnisentwicklung zeigte sich der Vorstand „voll und ganz zufrieden“. Eine ethische und nachhaltige Geschäftspolitik nehme weiterhin einen großen Stellenwert ein. Die Nachhaltigkeitsquote belief sich laut Bank zum Jahresende 2016 auf 89 Prozent.

Kritik an Zinspolitik

Kritik übte der Vorstandsvorsitzende an der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank, die mit der Einführung von Negativzinsen auf Guthaben von Banken diese bestrafe und eine Bedrohung für Sparer und das gesamte Altersversorgungssystem in Deutschland darstelle. Nach einer Studie beliefen sich beim Geldvermögen die Zinseinbußen für private Haushalte auf 343 Milliarden Euro seit dem Jahr 2010, so Bickmann.

Die 1961 gegründete Darlehnskasse versteht sich als Bank für die katholische Kirche und den Caritasverband. Das Institut mit Sitz in Münster hat rund 120 Mitarbeiter. Zu den Kunden zählen Bistümer, Pfarrgemeinden, kirchliche Mitarbeiter sowie Krankenhäuser, Kindergärten, Schulen, Heime, Orden und Stiftungen.