Programm und Workshop-Themen am 9. März

Das erwartet Sie beim „Tag der Pfarreiräte“ in Münster

Wie geht es weiter mit den Pfarreien im Bistum Münster? Welche Zukunft hat das Ehrenamt in den Gemeinden? Und was wird eigentlich aus den Lokalen Pastoralplänen? Nur drei der Fragen, die beim zweiten „Tag der Pfarreiräte“ im Bistum Münster am Samstag, 9. März, beantwortet werden sollen. Mehr als 310 Ehrenamtliche aus insgesamt 110 Pfarreien treffen sich dazu im Kongresszentrum der Halle Münsterland in Münster.

Hauptziel des Tages ist, „dass die Engagierten ins Gespräch kommen“, sagt Oliver Lücke aus dem Bereich Pastoralentwicklung im Bischöflichen Generalvikariat, wo die Fäden der Vorbereitung zusammenlaufen. Neben dem Austausch untereinander stehen auch Fachleute aus dem Generalvikariat für Fragen bereit.

Zehn Themen

Ab 9 Uhr werden die Angemeldeten beim Kaffee erwartet, das Programm startet um 10 Uhr mit einem geistlichen Impuls und Musik. „Natürlich wird auch Bischof Felix Genn als Einladender zu Beginn ein paar Worte an die Pfarreiräte richten“, sagt Lücke.

Danach geht es in die Themenfindung. Sechs Workshops sind bereits vorbereitet, bei vier weiteren entscheiden die Pfarreiräte am Veranstaltungstag selbst über die Themen. Fest stehen folgende Angebote:

1) Zukunft des freiwilligen Engagements

Moderiert von Simone Althoff vom Regionalbüro West für Kinder- und Jugendseelsorge in Xanten kommt der Impuls zur Diskussion vom Niederrhein: Engagierte aus der Pfarrei St. Vitus Emmerich schildern, wie sie ihre Sichtweise auf Ehrenamtliche verändert haben. Nämlich weg von „Welche Leute brauchen wir für welches Angebot?“ hin zum Blickwinkel: „Was können unsere Engagierten eigentlich – und welche Angebote kann man daraus entwickeln?“

2) Schöpfungsbewahrung und öko-faire Gemeinde

Thomas Kamp-Deister vom Generalvikariat stellt das Projekt „Zukunft einkaufen – glaubwürdig wirtschaften im Bistum Münster“ vor. Es gibt unter anderem Pfarreien Hilfen dazu, wie sie nachhaltig, umweltschonend und fair wirtschaften und einkaufen können.

3) Umgang mit Konflikten

Auch in Pfarreien knirscht es – womöglich zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen, zwischen den unterschiedlichen Gremien, mit einer Gruppe Unzufriedener rund um eine Filialkirche, oder mit dem Generalvikariat. Fachleute aus der Ehe-, Familien- und Lebensberatung – darunter die neue bistumsweite Leiterin Andrea Stachon-Groth – geben Tipps aus ihrer Beratungs-Erfahrung.

4) Experimente wagen

Dazu ermutigt ein weiterer Workshop. Pastoralreferent Daniel Gewand stellt das Projekt „frei.raum.coesfeld“ vor, das sich vor allem an junge Erwachsene richtet. An diesem Beispiel sollen aber auch Fragen geklärt werden wie: Worauf sollte man bei einem Projekt-Neustart achten? Welche Schwierigkeiten kann es geben?

5) Nachrangigkeiten entwickeln

Das ist wohl keine einfache Aufgabe. Aber angesichts von weniger Gemeindemitgliedern, weniger Aktiven und womöglich bald weniger Geld stellt sich auch Pfarreien die Frage: Was lassen wir demnächst weg? Der Diözesanrat als oberstes Beratungsgremium des Bischofs denkt für die Bistumsebene ebenso darüber nach. Diözesanrats-Moderator Frank Möllmann berichtet.

6) Pastoralplan umsetzen und weiterdenken

Dabei wollen Kathrin Mühlhause und Wilfried Renk aus dem Generalvikariat helfen.

Vier weitere Themen nach Wunsch der Teilnehmer

Wessen Thema nicht dabei war, der kann selbst eines vorschlagen. Eine internetgestützte Blitz-Umfrage soll am 9. März helfen, vier weitere Workshops einzurichten. „Vielleicht möchten die Pfarreiräte ja mehr zum Thema Sexueller Missbrauch und Prävention wissen“, nennt Oliver Lücke als Beispiel. Zu den vier Themen mit den meisten Nennungen soll es weitere Workshops geben – unter der Leitung von Fachleuten aus dem Generalvikariat.

Geplant ist, dass alle Teilnehmer zwei unterschiedliche Angebote wahrnehmen – eins vor dem Mittagsbuffet, eins danach. Den ganzen Tag über gibt es Gelegenheit zum Gespräch der Pfarreiräte miteinander an einer Smoothie-Bar, mit Mitarbeitern der Bistumsverwaltung – und einen Raum für Momente der Besinnung. Der Tag endet gegen 17 Uhr.

Was sollen die Pfarreiräte mit nach Hause nehmen? „Wir hoffen, dass sie spannende Gespräche führen und konkrete Anregungen erhalten“, sagt Oliver Lücke. „Die Engagierten sollen merken: Wir sind nicht allein. Menschen in anderen Pfarreien haben mit denselben Fragen zu tun wie wir. Und es gibt Hilfe aus Münster.“