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Proteste, Reformen – und viel Solidarität

Der große Jahresrückblick in Bildern: 2021 im Bistum Münster

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Es war ein Jahr zwischen Protesten und Reformen, mit Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie und doch vielen Gründen für Freude und Dankbarkeit. Die wichtigsten Ereignisse des Jahres - in vielen Bildern als Fotostrecke und im monatlichen Rückblick.

Januar

Die Pandemie bestimmt den Jahreswechsel 2020/2021. Die Besuche der Sternsinger in den Häusern und Wohnungen im Bistum wurden zum Großteil abgesagt, die Aktion selber bis Februar verlängert.

Februar

Ralf Hammecke wird erster Verwaltungsdirektor des Bischöflichen Generalvikariats.
Die Zulassungsfeier für erwachsene Taufbewerber im Münsteraner Dom wird wegen Corona abgesagt.
KFD und Maria 2.0 fordern mit einem Thesen-Anschlag an Kirchtüren Reformen – auch an Portalen im Bistum Münster.
Bischof Genn hält im Paulusdom einen Gottesdienst für Corona-Tote. Auch viele Gemeinden im Bistum schließen sich an. Zu dem Zeitpunkt wird von rund 68 000 Verstorbenen in Deutschland ausgegangen.

März

„Kirche+Leben“ feiert die Gründung vor 75 Jahren durch Kardinal Clemens-August von Galen mit einer Sonderausgabe.
Iris Horstmann wird erste Referentin für Diversität im Bistum Münster.
Die Diözesanversammlung des BDKJ wählt Felix Elbers zum neuen Vorsitzenden.
Nachdem der Vatikan Segensfeiern für homosexuelle Paare verbietet, solidarisieren sich zahlreiche Pfarreien und das Diözesankomitee mit gleichgeschlechtlich liebenden Menschen und hängen Regenbogenfahnen an die Kirchtürme. Viele Seelsorger unterzeichnen eine Erklärung, die auch von Priestern im Bistum Münster initiiert wurde. Eine von einer Arbeitsgruppe an der Universität Münster erarbeitete  Stellungnahme unterzeichnen mehr als 200 Theologie-Lehrende in ganz Deutschland.
500 Menschen demonstrieren in Münster gegen die Versetzung von Pfarrer Thomas Laufmöller.

April

In Marienfeld zeigen 300 Menschen bei einer Demonstration ihre Solidarität mit ihrem entpflichteten Seelsorger Pater Gottfried Meier OSB.
Drei Priesteramtskandidaten werden von Bischof Genn zu Diakonen geweiht.
„Maria 2.0“ fordert mit einer zwölftägigen Aktionswoche das Weiheamt für Frauen.

Mai

Trotz Verbots durch den Vatikan laden zahlreiche Pfarreien unter dem Motto „#liebegewinnt“ zu Segnungsgottesdiensten auch für homosexuelle Paare ein.
Bischof Genn kündigt eine weitere Strukturreform an, lehnt aber erneute Fusionen ab.
Nach gegenseitigen Angriffen Palästinas und Israels zünden in Münster Personen die israelische Flagge vor der Synagoge an.
Zwei Diakone werden zu Priestern geweiht.
Eine erneute Anzeige gegen Kardinal Woelki geht bei Felix Genn als zuständigem Bischof ein – wegen des Umgangs des Kölner Erzbischofs mit Missbrauch.

Juni

Das Bistum Münster gibt bekannt, dass bis zu diesem Zeitpunkt 136 Missbrauchs-Betroffene Geld-Zahlungen beantragt haben.
132 Religionskräfte erhalten im Paulusdom ihre kirchliche Lehrerlaubnis.

Juli

In Münster beginnt der Bau des deutschlandweit ersten „Campus der Religionen“. Er soll ab 2024 katholische, evangelische und islamische Fakultäten vereinen.
Die traditionelle Große Prozession in Münster beginnt als Zeichen gegen Antisemitismus erstmals an der Synaoge.
Das kostenlose Mitgliedermagazin „leben!“ für rund 1,1 Millionen katholische Haushalte wird nach drei Jahren aus Spargründen vom Bistum Münster eingestellt.
Das Bistum gibt bekannt: Fast 13 000 Menschen haben 2020 die Kirche verlassen; Genn warnt davor, den leichten Rückgang im Vergleich zu 2019 schönzureden.
Maria 2.0-Initiatorin Lisa Kötter tritt aus der Kirche aus.
Im Gedenken an die Opfer der Hochwasserkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz läuten am 23. Juli in allen Kirchen die Glocken.

August

Nobelpreisträgerin Herta Müller spricht bei den „DomGedanken“ in Münster.

September

Das Bistum und das Diözesankomitee zeichnen drei Projekte mit dem Ehrenamtspreis 2021 aus.
Der Ökumenische Klimapilgerweg erreicht das Bistum.
Der Münsteraner Pfarrer Siegfried Kleymann wird neuer Geistlicher Begleiter beim Reformprozess Synodaler Weg.
Bischof Genn beauftragt 24 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und -referenten.
Die ersten Info-Veranstaltungen über die Gestaltung neuer Pastoraler Räume beginnen in den Regionen.

Oktober

Christel Winkels leitet künftig das Seelsorgeteam in Kleve.
Bischof Genn eröffnet die Weltsynode auf Bistums-Ebene.
600.000 Euro Fluthilfe kommen aus den Pfarreien des Bistums.
Nach Missbrauchs-Vorwürfen gegen den früheren Hildesheimer Bischof Heinrich Maria Janssen (1907-1988) diskutiert Kevelaer über die Benennung einer Straße nach ihm, der zuvor Pfarrer in Kevelaer war.

November

Bischof Felix Genn löst die geistliche Gemeinschaft „Totus tuus“ wegen geistlichen Missbrauchs auf.
Im Bistum Münster werden die Pfarreiräte neu gewählt, im NRW-Teil auch die Kirchenvorstände. Kandidierende waren oftmals schwer zu gewinnen.
Annette Kurschus, evangelische Präses von Westfalen, wird neue EKD-Ratsvorsitzende.
Thomas Sternberg aus Müns­ter gibt das Amt des ZdK-Vorsitzenden ab.
Bischof Genn weiht sechs Männer zu Ständigen Diakonen.
Die bundesweite Adveniat-Aktion wird in Münster eröffnet.

Dezember

Die Pfarreigremien in Friesoythe lassen die Grabplatte eines Missbrauchs-Priesters im Ortsteil Markhausen entfernen.
Die Restaurierung der Astronomischen Uhr in Münsters Dom ist abgeschlossen.
Trotz Pandemie erreicht das Friedenslicht aus Bethlehem auch Münster. Am Gottesdienst im Dom können dennoch nur die Verteilenden teilnehmen.
Erste Pfarreien feiern Gottesdienste ausschließlich unter der 2G-Regel.

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