MEDIENTIPP

WDR 5, Deutschlandfunk, NDR 1: Drei Formate aus dem Bistum Münster

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Eine Gottesdienst-Übertragung, ein „Geistliches Wort“, fünf Impulse - wann die Formate bei welchem Radioprogramm zu hören sind.

Von pbm

Der Deutschlandfunk überträgt am Sonntag, 1. Februar, den Gottesdienst aus der St.-Laurentius-Kirche in Senden (Kreis Coesfeld), heißt es in einer Pressemitteilung des Bistums Münster. Die Liveübertragung beginnt um 10.05 Uhr. „Wir hoffen, dass viele Menschen in die Kirche kommen. Wer den Gottesdienst später nachhören möchte, findet ihn in der Mediathek des Deutschlandfunks“, wirbt Pfarrer Oliver Rothe für eine Teilnahme in Senden. Durchschnittlich rund 500.000 Menschen verfolgen die Gottesdienstsendungen des Deutschlandfunks am Sonntagvormittag.

„Das ist eine besondere Erfahrung für die Gemeinde und für mich“, sagt Rothe. Erstmals wird aus Senden ein Gottesdienst live im Radio übertragen. Nervös sei er dennoch kaum. „Wir sind gut vorbereitet“, betont er. Der Ablauf sei bis ins Detail abgestimmt, die beiden Chöre unter der Leitung von Organistin Felicitas Gerwin seien bestens vorbereitet. „Der Gottesdienst wird eine gute Mischung aus unserem üblichen Sonntagsgottesdienst und einigen Besonderheiten sein“, kündigt der Pfarrer an – und fügt schmunzelnd hinzu: „Nur die besondere Stimmung durch den Weihrauch in unserer Kirche bekommen wir leider nicht ins Radio.“

Rothe: „Normalerweise spreche ich frei“

Eine Herausforderung bei Radiogottesdiensten sei es, Pausen zu vermeiden. „Stille muss gefüllt werden. Das unterscheidet die Übertragung klar von einem Fernsehgottesdienst“, hat Rothe gelernt. Ungewöhnlich wird für ihn auch die Predigt sein. „Ich werde sie ablesen. Normalerweise spreche ich frei“, erklärt er. Im Tagesevangelium stehen die Seligpreisungen im Mittelpunkt – ein vielen Menschen vertrauter Text. „Ein dankbares Thema“, sagt Rothe. In seiner Predigt hebt er hervor, dass echte Erneuerung – ob in Politik, Gesellschaft oder Kirche – nicht durch äußere Veränderungen entstehe, sondern durch einen inneren Neuanfang jeder und jedes Einzelnen.

Am Samstag, 31. Januar, wird die Heilige Messe um 18.30 Uhr mit allen Beteiligten als Generalprobe gefeiert. „Dann sehen wir, ob wir an der einen oder anderen Stelle noch kürzen müssen. Aber ich bin zuversichtlich, dass alles gut funktionieren wird“, sagt Rothe abschließend.

„Geistliches Wort“ auf WDR 5

Auch in dunklen Zeiten gibt es Momente, die Menschen von innen her zum Leuchten bringen – Erfahrungen, die trösten, Mut machen und neue Kraft schenken. Dieser Gedanke steht im Mittelpunkt des „Geistlichen Wortes“, das Pastoralreferentin Ursel Schwanekamp aus Münster am Sonntag, 1. Februar, im Programm von WDR 5 spricht. Ihr Beitrag ist zwischen 8.40 und 9 Uhr zu hören. Danach kann er im Internet auf www.kirche-im-wdr.de gehört werden.

Unter dem Titel „Momente des Leuchtens“ verbindet Ursel Schwanekamp persönliche Erfahrungen mit biblischen Bildern rund um das Fest Mariä Lichtmess am 2. Februar. Licht steht dabei für Augenblicke, die berühren und verändern – in Begegnungen, in Musik oder im Glauben.

Jesuskind als verheißenes Licht

Inspiriert wurde die Seelsorgerin unter anderem durch die Licht- und Soundshow „Luminiscence“ im münsterischen St.-Paulus-Dom, die anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der Grundsteinlegung gezeigt wurde und an dem sie selbst als Chorsängerin beteiligt war. Die Wirkung dieses Leuchtens auf die Besucherinnen und Besucher verbindet sie mit der biblischen Erzählung vom greisen Simeon, der im Jesuskind das verheißene Licht erkennt – ein Motiv, das sie auch mit einem Gemälde von Rembrandt aufgreift.

Schwanekamp lädt dazu ein, solche Lichtmomente bewusst wahrzunehmen – etwa im Rückblick auf den Tag. Sie könnten helfen, Widerstandskraft zu entwickeln und dem Dunklen etwas entgegenzusetzen. Gesegnete Kerzen, wie sie an Lichtmess traditionell mit nach Hause genommen werden, seien dafür ein einfaches, aber sprechendes Zeichen.

Impulse für mehr Achtsamkeit auf NDR 1
In Zeiten ständiger Erreichbarkeit auf vielen Kanälen lädt Diakon Christoph Kiefer (St. Willehad Oldenburg) dazu ein, innezuhalten. Vom 2. bis 6. Februar 2026 ist der Oldenburger Seelsorger täglich um 9:45 Uhr mit kurzen Impulsen in der Radioreihe „Zwischentöne" auf NDR 1 Niedersachsen zu hören. Im Anschluss können die Impulse online unter https://www.radiokirche.net/ gehört und nachgelesen werden, wie das Offizialat Vechta mitteilt.

In seinen fünf Beiträgen greife Kiefer alltagsnahe Themen auf: die Gefahr der ständigen Eile, die heilsame Wirkung des Nichtstuns und die Kunst des Loslassens. Mit anschaulichen Geschichten – etwa von einem Enkelkind, das durch Stillwerden eine verlorene Uhr wiederfindet – zeige er, wie achtsame Momente zu kleinen Tankstellen im Alltag werden können. │ bmo

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