BKU sieht Hersteller und Politik in der Pflicht

Dieselskandal: Katholische Unternehmer gegen Straßensperren

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte von Dieselautos appelliert der Bund Katholischer Unternehmer (BKU) an Hersteller und Politik, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. „Es kann nicht sein, dass der einzelne Autofahrer, ob Unternehmer oder Privatperson, jetzt für die Fehler der Hersteller und die Versäumnisse der Politik in Haft genommen wird“, sagte der Vorsitzende des Verbandes, Ulrich Hemel.

Es gelte das Verursacherprinzip, „und das nehme Autobauer und politisch Verantwortliche gemeinsam in die Pflicht“. Es dürfe nicht sein, dass Verbraucher für den Schaden aufkommen müssten. Der Staat sei gefordert, deren Rechte besser zu schützen.

Fundierte Werte zur Luftqualität gefordert

Zugleich müsse der Staat dafür sorgen, dass bei der Festlegung von Grenzwerten für die Luftqualität wissenschaftlich fundierte und überprüfbare Daten zugrundegelegt werden. Die Sperrung von Autobahnabschnitten oder Straßen für bestimmte Fahrzeuge sei „keine angemessene Reaktion auf den Dieselskandal“, erklärte der BKU-Vorsitzende.