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Wallfahrtsort bietet „Abend für die Liebe“ an

Dinner bei der Madonna: Paar-Romantik in Bethen

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Ein romantisches Essen zu zweit? Dazu treffen sich Paare normalerweise beim Italiener um die Ecke, mit Rotwein und im Kerzenschein. Aber in einem Marien-Wallfahrtort mit anschließender Lichterprozession zur Antoniuskapelle? Klingt ziemlich ungewöhnlich. Doch genau dieses Angebot haben in den vergangenen Jahren im oldenburgischen Bethen schon fast hundert Paare genutzt. Am Freitag, 10. September, ist es wieder so weit. Organisatorin Sabine Orth erklärt, was Paare an diesen „Abenden für die Liebe“ am meisten beeindruckt – und warum andere Gemeinden sich ein Beispiel daran nehmen könnten.

Frau Orth, gemeinsam mit Wallfahrtsrektor Monsignore Dirk Költgen laden Sie Paare zum Candle-Light-Dinner in den Marien-Wallfahrtsort Bethen ein. Romantisch essen gehen könnten sie doch auch einfach zu Hause beim Italiener um die Ecke.

Das stimmt natürlich. Aber in Bethen kommen weitere Dinge hinzu. Es gibt ja körperliche Nahrung und es gibt daneben Nahrung für den Geist, die Seele und die Beziehung. Und genau darauf kommt es uns bei den „Abenden für die Liebe“ eben auch an.

Aber das romantische Dinner steht im Mittelpunkt, oder?

Ja, natürlich. Im Haus Maria Rast wird ein komplettes Drei-Gänge-Menü serviert. Mit Kerzen, Blumen, gedämpftem Licht, die Tische sind wunderbar eingedeckt. Dazu wird eine Sängerin Liebeslieder singen. Sie wird dabei von einer Pianistin begleitet. Also alles wirklich ziemlich romantisch!

Und was erwartet die Paare neben Romantik und gutem Essen?

Sabine Orth.
Die Theologin Sabine Orth hat das Candle-Light-Dinner in Bethen gemeinsam mit Wallfahrtsrektor Monsignore Dirk Költgen organisiert. | Foto: Michael Rottmann

Sie bekommen zwischendurch Impulse und Gesprächsanregungen mit auf den Weg. Eine Frage lautet zum Beispiel: „Wann habe ich mich zuletzt aus Liebe zu meinem Partner auf etwas Neues eingelassen.“ Über solche und andere Themen sollen sie zwischen den Gängen miteinander ins Gespräch kommen, um so auch über ihre Beziehung nachzudenken und sie zu vertiefen.

Wie setzen sich die Teilnehmer überhaupt zusammen?

In erster Linie aus Ehepaaren. Von frisch verheiratet bis zu Eheleuten nach der Goldenen Hochzeit.

Und wovon haben sich die bisherigen Teilnehmer besonders beeindruckt gezeigt?

Besonders von der kleinen Lichterprozession zum Abschluss des Abends. Er führt zur Antoniuskapelle auf dem Wallfahrtsplatz. Wir laden Paare ein, sich dort gegenseitig zu segnen. Das kann kurz sein, das kann eine Umarmung sein oder ein Kreuzzeichen auf die Stirn. Es ist jedes Mal total berührend für alle – und sehr, sehr romantisch!

Was sollen die Candle-Light-Dinner aus der Sicht der Organisatoren eigentlich bewirken?

Wir möchten die Paare auf ihrem Weg stärken. Durch ein besseres und immer wieder neues gegenseitiges Kennenlernen, aber auch durch die Erfahrung, dass sie auf ihrem Weg nicht allein sind.

Fehlt es denn derzeit an solchen Angeboten?

Das kann man durchaus so sagen. Ich selbst bin im Offizialatsbezirk Oldenburg unter anderem zuständig für die Ehevorbereitung und stelle fest, dass es nach der Hochzeit nur wenige kirchliche Angebote für Paare gibt. Wir wollen sie nicht alleinlassen, sondern einladen, immer mal wieder neue Aspekte ihrer Liebe zu finden. Ihnen zeigen, dass sie nicht allein sind.

Aber mit dem Dinner in Bethen gelingt das ja nur bei einem minimalen Bruchteil der Paare?

Deshalb sehe ich das Ganze auch als Anstoß für andere. Warum sollten nicht auch Gemeinden regelmäßig ähnliche Aktionen auf die Beine stellen? Unsere Ideen und Konzepte stellen wir gerne dafür zur Verfügung. Wer etwas Ähnliches plant oder unser Konzept kopieren möchte, kann gerne sich an mich wenden.

Anmeldung und weitere Informationen und Tipps
Für das Candle-Light-Dinner am Freitag, 10. September, sind noch einige Plätze frei. Beginn ist um 19 Uhr. Interessenten können sich anmelden beim Pfarrbüro St. Marien in Bethen unter Telefon 0 44 71/70 10 00. Die Teilnahme kostet 28 Euro pro Person. Gemeinden oder Gruppen, die sich für das Projekt interessieren und bei sich vor Ort etwas Ähnliches organisieren möchten, stellt Sabine Orth ihre Erfahrungen und Konzepte gerne zu Verfügung. Die Theologin ist im Bischöflich Münsterschen Offizialat Referentin für Ehe, Familie und Alleinerziehende und per Email erreichbar unter: sabine.orth(at)bmo-vechta.de.

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