Mehr Berücksichtigung der Laien-Strukuren bei der Entwicklung neuer Pastoraler Räume mahnt das Diözesankomitee im Bistum Münster an. „Die Verbände drohen ein wenig in diesem Prozess unterzugehen“, beklagte die Vorsitzende Brigitte Lehmann bei der Herbstvollversammlung der Laien-Vertretung in Dülmen.
Sie regte an, dazu „die gemeinsamen Schnittstellen der katholischen Verbände zu stärken und partnerschaftliche Formen der Zusammenarbeit zu finden, zumal die Finanzen weniger werden“. In jedem zukünftigen pastoralen Raum sei ein Verbändehaus wünschenswert, so Lehmann.
Generalvikar Klaus Winterkamp stellte den Delegierten laut Pressemitteilung den aktuellen Stand des 2021 gestarteten Entwicklungsprozesses vor, der komplexe lokale, regionale und pastorale Veränderungen im Bistum vorsieht. Der Prozess umfasse das gesamte Spektrum des kirchlichen Lebens – in den Pfarreien und Gemeinden, den Schulen und Bildungseinrichtungen, sowie das vielfältige Engagement und Wirken der Verbände vor Ort.
Neuer, geschlechtsneutraler Name
Überdies hat sich das oberste Laiengremium einen knapperen Namen gegeben. Aus dem "Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster" wurde kurz das "Diözesankomitee im Bistum Münster". Der bisherige Name habe Frauen und Menschen, die sich keinem Geschlecht zuordnen, ausgeschlossen, heißt es in der Pressemitteilung. Künftig wolle man mit einem geschlechtergerechten Namen sowie in Wort und Schrift deutlich machen, "dass das Diözesankomitee für alle Katholik*innen offen ist".
Das „Diözesankomitee im Bistum Münster“ ist der Zusammenschluss der organisierten Laien auf Bistumsebene. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Verbänden und Organisationen, den Räten der Kreis-, Stadt- und Landeskomitees/-konferenzen sowie weitere sachkundige Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Kirche an.