Gremium diskutiert über künftige Schwerpunkte der Seelsorge

Diözesanrat will mehr Verantwortung für Ehrenamtliche

Ehrenamtliche im Bistum Münster sollen mehr Verantwortung bei pastoralen Diensten übernehmen: Auf diesen Schwerpunkt hat sich der Diözesanrat am Freitag im Franz-Hitze-Haus in Münster verständigt. Weitere Schwerpunkte: Es soll mehr aufsuchende Seelsorge für Menschen in existenziellen Notlagen geben, etwa für sterbende, unheilbar Kranke oder für Menschen in Lebenskrisen. Außerdem soll das Bistum bewusst Experimente wagen und Neues ausprobieren. Bis zur nächsten Sitzung des Diözesanrates im März sollen die Mitglieder konkretisieren, was diese Entscheidung bedeutet und welche Maßnahmen daraus abgeleitet werden.

Zuvor hatte Unternehmensberaterin Mechthild König diejenigen Rückmeldungen vorgestellt, die sie in den vergangenen Wochen zu den künftigen Schwerpunkten aus dem Diözesanrat erhalten hatte. Das Gremium diskutiert seit längerem darüber, welche Handlungsfelder und Aufgaben wichtiger und welche weniger wichtig werden sollen. König begleitet als externe Beraterin diese Diskussion. Sie betonte in der Sitzung, es gehe nicht in erster Linie um einen „Sparprozess“.

„Es wird Wut und Enttäuschung geben“

Außerdem beschäftigte sich der Diözesanrat mit den sogenannten Posterioritäten, also mit den Gebieten, die im Bistum Münster demnächst weniger Gewicht erhalten sollen. Die Beteiligten waren sich bewusst, dass dies ein heikles Thema ist. „Es wird Wut geben, es wird Enttäuschung geben“, sagte zum Beispiel Pater Manfred Kollig, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge. Doch er warnte davor, unangenehmen Fragen auszuweichen. „Das wird uns nicht helfen.“ Auch andere wie der stellvertretende Generalvikar Jochen Reidegeld warnte davor, in Verteilungskämpfe abzurutschen.

Pfarrer Ludger Ernsting berichtete über die Wallfahrt der Obdachlosen nach Rom. Er bedauerte, dass die Caritas im Bistum Münster diese Wallfahrt nicht zu seiner Sache gemacht habe.

Generalvikar Norbert Köster wies auf das neue Mitarbeiter-Magazin „Liudger“ hin, das im Wesentlichen als pdf-Datei und zum Teil als gedruckte Auflage verbreitet werde. Erstellt werde dieses Magazin in der Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit des Generalvikariats.