Gut 50 Millionen Euro mehr als zunächst geplant

Domberg in Freising: 270 Millionen Euro Kosten kalkuliert

Die Umgestaltung des Freisinger Dombergs fällt eine Nummer kleiner aus als geplant und wird trotzdem deutlich teurer. Das Erzbistum München und Freising bezifferte den Investitionsrahmen für die 30 Einzelprojekte am Montag auf 270 Millionen Euro. Das sind gut 50 Millionen Euro mehr als bisher kalkuliert. In dieser Summe seien erwartete Baukostensteigerungen und ein Risikoaufschlag enthalten.

Im Dezember 2018 hatte das Erzbistum mitgeteilt, die Planungen müssten abgespeckt werden. Nun wurden Details bekannt. So soll das Kardinal-Döpfner-Haus durch einen neuen Anbau nur noch 50 Gästezimmer erhalten; gemessen an der Bruttogeschossfläche fällt er halb so groß aus. Auch würden bei der Sanierung des Altbaus einige Maßnahmen nicht realisiert, etwa die Wiederherstellung des Steinernen Saals.

Umbau hat bereits begonnen

Durch den neuen Ansatz könne die Kostenprognose für das Bildungshaus von 94 Millionen auf 77 Millionen Euro gesenkt werden. Beim Architektenwettbewerb 2015 war man noch von einer Bausumme von 53 Millionen Euro ausgegangen. Auf einen neuen Wettbewerb werde aus Zeit- und Kostengründen verzichtet.

Aus Verantwortung für die Gesamtinvestition sei die Erzdiözese gezwungen gewesen, die Planungen zu reduzieren, sagte Finanzdirektor Markus Reif. Im vergangenen Sommer hatte der Umbau des Diözesanmuseums auf dem Freisinger Domberg begonnen. Er soll ohne Abstriche fortgesetzt werden und Ende 2021 abgeschlossen sein. Wegen gestiegener Baukosten und zunächst nicht erkannter Mängel in der Bausubstanz wird er mit 56 Millionen aber zehn Millionen Euro teurer als zunächst geplant. Zu den wesentlichen weiteren Teilprojekten zählen neue Grünflächen und die Sanierung des ehemaligen Domgymnasiums.