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Die Zuwanderung in die USA scharf zu begrenzen, ist eines der wichtigsten Versprechen des Präsidenten. Warum er jetzt eine Ausnahme macht.
Erzbischof Paul Coakley, Vorsitzender der katholischen US-Bischofskonferenz, hat der Regierung von Präsident Donald Trump ein migrationspolitisches Zugeständnis abgerungen. Wie die Bischofskonferenz wenige Tage nach einer Unterredung Coakleys im Oval Office mitteilt, kommen ausländische Priester, Ordensleute und andere Personen in religiösen Berufen in den Genuss von Visa-Erleichterungen. Die Bischöfe würdigen dies als "wahrhaft bedeutenden Schritt" und zeigen sich "außerordentlich dankbar".
Laut Angaben wird de facto die bislang notwendige einjährige Wartezeit zur Verlängerung eines sogenannten R-1-Visums abgeschafft. Ein solches Visum ermöglicht jenen, die für eine in den USA anerkannte Religionsgemeinschaft arbeiten wollen, den befristeten Aufenthalt für maximal fünf Jahre.
Biden-Regierung hatte Gesetz verschärft
Eine Gesetzesänderung der Regierung des früheren Präsidenten Joe Biden 2023 hatte dazu geführt, dass eine nahtlose Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung nicht mehr möglich war. Betroffene waren seither gezwungen, die USA für mindestens ein Jahr zu verlassen, bevor sie ein neues Visum beantragen konnten.
Das hatte zu großem Unmut in Kirchenkreisen geführt. 2024 verklagten mehrere katholische Priester und das Bistum Paterson im Bundesstaat New Jersey die Regierung gar wegen "schwerer Beeinträchtigung der Religionsfreiheit".
Durch Trumps Einlenken ist der Streit beigelegt. Die Wertschätzung dafür könne nicht hoch genug ausfallen, betont die US-Bischofskonferenz in ihrer Erklärung. Künftig könnten sich Inhaber eines R-1-Visums wieder ungestört um eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis bemühen.