Kapelle im Anna-Katharinenstift umgebaut

Dülmen-Karthaus: Bischof Genn weiht Altar und Ambo

In der Kapelle des Anna-Katharinenstifts in Dülmen-Karthaus hat Bischof Felix Genn den neuen Altar geweiht. Rund 250 Teilnehmer waren beim Gottesdienst in der Einrichtung für Menschen mit Behinderung dabei.

Nach knapp einem halben Jahr sind die Umbauarbeiten in der Kapelle abgeschlossen. Die Altarstufe wurde entfernt, so dass nun das Gotteshaus komplett barrierefrei ist. Das kommt vor allem den Bewohnern zugute, die auf den Rollstuhl oder einen Rollator angewiesen sind. Der Altar wurde in die Mitte gerückt, und jetzt können sie dort die heilige Messe mitfeiern.

Anderer Platz für die Orgel

Auch die Orgel hat einen neuen Platz erhalten. Die Akustik wurde verbessert und eine Kamera installiert. Damit kann nun der Gottesdienst live auf die Fernseher der Wohnbereiche übertragen werden.

Bischof Genn besprengte zunächst den Ambo mit Weihwasser und erinnerte daran, dass von diesem Ort das Wort Gottes in das Haus kommt. In der Predigt sagte er: „Wir versammeln uns um den Tisch, um Jesus in Brot und Wein zu erfahren.“ Das sei „die Ehre dieses Tisches“, erklärte Genn. „Und es ist selbstverständlich, dass wir ihn dafür besonders auszeichnen.

Reliquie der seligen Anna Katharina Emmerick

Bei der Altarweihe brachte der Bischof zunächst eine Reliquie der seligen Anna Katharina Emmerick (1774-1824), der Hauspatronin, in den Altar ein. „Sie bringt zum Ausdruck, dass wir mit vielen Menschen verbunden sind, die an Jesus glauben“, erklärte Genn. Dann besprengte er den Altar mit Weihwasser, salbte ihn mit Chrisam und verbrannte an fünf Stellen Weihrauch auf dem Altar.

Nach dem Weihegebet legte er das Altartuch auf und zündete die Kerzen an. Danach feierte er mit den Pfarrern Josef Wichmann und Aloys Rohmann und den Gottesdienstbesuchern erstmals Eucharistie am neuen Altar.

Dank für Mittel des Bistums

Nach dem Gottesdienst bedankten sich Josef Kuhlmann, kaufmännischer Leiter des Anna-Katharinenstifts, und Ulla Dietz, stellvertretende Bundesvorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), bei einem Festakt beim Bischof für die finanzielle Unterstützung des Bistums Münster.

„Durch Ihr Engagement ist der Umbau erst möglich geworden“, sagte Kuhlmann. „Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es hat sich gelohnt“, lobte Dietz den Umbau. Der leitende Seelsorger Ferdi Schilles freute sich besonders, dass durch die Reliquie im Altar die Patronin der Einrichtung immer zugegen sei.

Brigitte Rottmann-Teetz, deren Bild die Kapelle nun aussagekräftig auschmückt, gab den Gästen einige Gedanken zu ihrem Werk mit auf den Weg. Als zentrales Motiv hat die ehemalige Mitarbeiterin die Jünger auf dem Weg nach Emmaus gewählt und sich von weiteren Bibelstellen inspirieren lassen.