EHRENAMT

Das sind die Gewinner des Ehrenamtspreises des Bistums Münster 2025

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Zum neunten Mal ehren Bistum Münster, Diözesankomitee und Kirche+Leben ehrenamtliches Engagement. 112 Bewerbungen gab es – dies sind die Gewinner.

Von red

Das Bistum Münster hat die Gewinner des Ehrenamtspreises 2025 bekannt gegeben. Mit einem Preisgeld von insgesamt 10.000 Euro zeichnen Bistum, Diözesankomitee und Kirche+Leben zum neunten Mal beispielhafte, innovative oder nachhaltige Initiativen und Projekte aus und würdigen diejenigen, die freiwillig und mit viel Engagement und Fantasie anpacken, wo Hilfe nötig ist.

Die Preisträger

Den ersten Preis, verbunden mit 5.000 Euro, erhält das Holocaust-Projekt „Gegen das Vergessen“, Ibbenbüren (Kreis Steinfurt). Schülerinnen und Schüler der Erna-de-Vries-Gesamtschule und des Johannes-Kepler Gymnasiums haben sich dafür ausbilden lassen, als Guides mit zehn Erwachsenen ehrenamtlich durch eine Ausstellung mit Porträts von Überlebenden der NS-Verfolgung zu führen. Sie erzählten dabei von den bewegenden Schicksalen und erklärten die zeitgeschichtlichen Hintergründe. Zudem wurden zwei der porträtierten Holocaust-Überlebenden nach Ibbenbüren eingeladen. Die Jury lobte die „über die Stadtgrenzen hinaus beachtete Aktion gegen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus und für Menschlichkeit und demokratisches Handeln“.

Der zweite Preis und 3.000 Euro gehen an die Kindersecondhandläden des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Kevelaer („KuK“) und Kleve („Flic-Flac“). Rund 50 Ehrenamtliche bieten seit mehr als 20 Jahren gespendete Baby-Ausstattung, Kinderkleidung, Spielsachen, Kinderwagen und Kinderbetten an. Zielgruppen sind insbesondere Menschen, die Schwierigkeiten haben, die Kinderausstattung zu finanzieren – nicht zuletzt Alleinerziehende und Flüchtlingsfamilien. Die Jury würdigte die Hilfe „auf Augenhöhe“, zudem trage das Angebot „nachhaltig zum Kindeswohl bei“.

Den mit 2.000 Euro dotierten dritten Preis erhält das ehrenamtliche Vorbereitungsteam der traditionsreichen Fußwallfahrt von Altenrheine (Kreis Steinfurt) zur Schmerzhaften Muttergottes im Wallfahrtsort Telgte (Kreis Warendorf). Seit 1676 existiert die 52 Kilometer lange Wallfahrt mit bis zu 200 Teilnehmenden, die Jahr für Jahr von rund 20 Laien organisiert wird. „Sie bringen mit diesem spirituellen Angebot jedes Jahr generationsübergreifend viele Menschen zum Pilgern und in Bewegung“, heißt es in der Begründung der Jury. 

Die Preisverleihung und die Jury

Der Ehrenamtspreis wird in einer Feierstunde am 21. September von Klaus Winterkamp als Ständigem Vertreter des Diözesanadministrators des Bistums Münster, Brigitte Lehmann als Vorsitzende des Diözesankomitees und Markus Nolte als Chefredakteur von Kirche+Leben in der Bistumsakademie Franz-Hitze-Haus in Münster überreicht. Die Preisverleihung wird ab 16 Uhr erstmals vom Bistum Münster übertragen, Kirche-und-Leben.de übernimmt den Stream auf der Startseite.

Beworben hatten sich diesmal 112 Projekte. Über die Preisträgerinnen und Preisträger entschied eine vierköpfige Jury: Theresa Freese und Brigitte Lehmann vom Diözesankomitee, Markus Nolte und Klaus Winterkamp.

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