Anzeige
Komm in den Login KLup
___STEADY_PAYWALL___

Gast-Kommentar von Heinrich Bücker zur Demokratie

Eine Wahl mit Qual? Wenn Christen wählen

Anzeige

Demokratie bedeutet Herrschaft des Volkes. Doch das ist uns nur noch selten bewusst. Umso wichtiger ist es, dass wir nun zur Bundestagswahl gehen, sagt der emeritierte Seelsorger Heinrich Bücker in seinem Gast-Kommentar.

In einer Demokratie gibt es Wahlen, zum Beispiel die Bundestagswahl. Wenigstens dann wird uns bewusst, dass in unserem Land Demokratie herrscht. Es bedeutet Herrschaft des Volkes.

Wie oft haben wir dagegen den Eindruck, beherrscht zu werden statt zu herrschen. Man spricht schon von Basisdemokratie, wenn man noch zum Ausdruck bringen will, wer eigentlich das Sagen hat.

 

Politik aus christlichem Geist fördern

 

Buchtipp:
Vor Ort notiert.
Gedanken-ABC aus Kirche, Leben und Gesellschaft
Heinrich Bücker
Dialogverlag 2021
Softcover | 164 Seiten | 9,80 €
ISBN 978-3-944974-52-1
https://www.dialogversand.de/produkt/vor-ort-notiert/

Bei den Wahlen sind wir alle aufgefordert, unsere Stimme abzugeben, unabhängig von Glauben und Religion. Christen wissen um ihre besondere Verantwortung auch gegenüber dem Staat. Selbst wenn sie um ihre Heimat im Himmel wissen, überlassen sie die Welt doch nicht den Spatzen. Es geht darum, eine Politik zu fördern, die aus christlichem Geist gestaltet wird.

Da kann nun die Wahl zur Qual werden. Früher taten sich katholische Christen etwas leichter. Es gab die Wahlhirtenbriefe, die zwar den Namen der Partei, die sie wählen sollten, nicht nannten, aber Winke mit dem Zaunpfahl gaben, sodass kaum Zweifel aufkamen, wen die Kirche favorisierte.

 

Fakten sind klarer als Reden

 

Der Autor
Heinrich Bücker ist langjähriger Seelsorger, Berater und Psychotherapeut. Heute lebt er als emeritierter Pfarrer in Recklinghausen.

Heute ist das anders. Es herrscht Zurückhaltung. Die Schwarzweißmalerei hat ausgedient. Christliches und Unchristliches gibt es in jeder Partei. Gutes und Schlechtes ist vermischt. Vielleicht ist es nur möglich, das geringere Übel zu wählen.

Statt auf ein Wort von oben zu warten, werden Christen die Programme der Parteien lesen und auf die Umsetzung achten. Fakten sind klarer als Reden. Letztlich ist unser Gewissen gefragt. Es hat mit Wissen zu tun und mit Grundwerten, die sich in unserem Inneren befinden.

Die Positionen der Gast-Kommentare spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion von "Kirche-und-Leben.de" wider.

Drucken
Anzeige