KFD kündigt „1. Norddeutschen Frauen-Predigttag“ am 14./15. März an

Einen Sonntag lang predigen nur Frauen im Oldenburger Land

Der Landesverband Oldenburg der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) hat den „1. Norddeutschen Frauen-Predigttag“ angekündigt. Am dritten Fastensonntag, in den Gottesdiensten am 14. und 15. März, sollen in allen Gottesdiensten des Oldenburger Landes dann nur Frauen predigen. Das kündigte Petra Focke aus Vechta, stellvertretende Sprecherin im Landes-Leitungsteam der KFD, an. Bisher wollen sich acht der 40 Gemeinden an diesem Projekt beteiligen.

Die KFD wolle damit den Beginn des Synodalen Weges in Deutschland begleiten, sagte Petra Focke zu ihrem Vorschlag. Dieser Weg müsse von Wertschätzung und Offenheit geprägt sein.

Diese acht Gemeinden machen mit

Petra FockeDie KFD wolle mit der Predigt-Aktion den Synodalen Weg begleiten, sagt Petra Focke, stellvertretende Sprecherin im Landes-Leitungsteam der KFD. | Foto: Franz Josef Scheeben

Um sichtbar zu machen, dass viele Frauen schon an der Verkündigung mitwirkten, habe die KFD zu diesem Frauen-Predigttag aufgerufen. „Frauen gestalten schon heute das Gesicht der Kirche“, sagte Focke. Die KFD-Sprecherin hat für diesen Predigttag auch eine Handreichung für die Gottesdienstgestaltung veröffentlicht, mit Anregungen für eine Dialogpredigt und liturgischen Texten.

Nach Angaben der KFD-Referentin im Bischöflichen Offizialat in Vechta, Mechtild Pille, ist dieser Predigttag bisher in acht Pfarrgemeinden des Oldenburger Landes geplant: in St. Benedikt Jever, St. Marien Delmenhorst, St. Mariä Himmelfahrt Vechta, St. Johannes Steinfeld, St. Vitus Löningen, St. Andreas Cloppenburg, St. Marien Friesoythe und St. Bartholomäus Essen (Oldenburg). Eine Teilnahme der Gemeinde St. Josef in Oldenburg steht nach diesen Angaben noch nicht fest.

Predigtformen sind unterschiedlich

Die Form dieser Frauenpredigten ist unterschiedlich, wie „Kirche-und-Leben.de“ erfahren hat. In zwei Gemeinden – Jever und Steinfeld – wollen Ehrenamtliche aus den örtlichen KFD-Gruppen eine Dialogpredigt gestalten. Wie Steinfelds Pastoralreferentin Ursula Peters berichtet, werde das wahrscheinlich in allen Kirchen der vier Gemeindeteile so sein, bei sechs Gottesdiensten in vier Kirchen.

Auch in St. Benedikt Jever will die örtliche KFD Dialogpredigten halten; wann und in welcher der drei Kirchen das sein wird, ist noch nicht klar. In St. Marien Friesoythe wird mit Hildegard Hettwer eine Frau aus der KFD-Gruppe predigen. Sie teilt sich den Predigtdienst aber mit Pastoralreferentin Hedwig Sänger. In Friesoythe werden sonntags sieben Gottesdienste in sechs Kirchen gefeiert.

Eine Woche später in Delmenhorst

In St. Andreas Cloppenburg und St. Marien Delmenhorst werden die örtlichen Pastoralreferentinnen in allen Gottesdiensten eine Statio halten. In Cloppenburg betrifft das sieben Gottesdienste in vier Kirchen und im örtlichen Altenheim; predigen werden dort Rosemarie Meyer und Ursula Willenborg.

In St. Marien Delmenhorst werden die Pastoralreferentinnen Marianne Etrich, Ursula Kramer und Sabine Ciomber-Günther predigen bei sechs Gottesdiensten in fünf Kirchen. Wegen des Urlaubs einer Pastoralreferentin wird der Frauen-Predigttag dort eine Woche später stattfinden. Die Gemeinden in Vechta, Löningen und Essen (Oldenburg) nehmen auf jeden Fall an dem Predigttag teil; über die genaue Form ist noch nichts bekannt.

Warum es in Varel nicht klappt

Auch in St. Bonifatius Varel wäre der Frauen-Predigttag möglich gewesen. Claudia Bruns hatte sich spontan bei Pfarrer Manfred Janßen gemeldet und sich als Predigerin für den dritten Fastensonntag vorgeschlagen. Sie arbeitet bei der KFD Sande-Wilhelmshaven mit und sitzt im Pfarreirat von Varel.

Pfarrer Janßen habe sich dem Projekt offen gezeigt, berichtet Claudia Bruns. Doch sei der dritte Fastensonntag durch einen besonderen Fastenprediger bereits schon belegt gewesen. Der werde über Barmherzigkeit predigen, das Jahresthema der Bonifatiusgemeinde, teilt sie mit.

Pfarrer Janßen habe ihr zwei oder drei Sonntage später als Frauen-Predigttag vorgeschlagen. Claudia Bruns lehnte ab. „Der Frauenpredigttag darf nicht kleckerweise kommen“, sagt sie. „Das muss an einem einzigen bestimmten Tag stattfinden, mit geballter Frauenpower.“