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Licht- und Ton-Installation in der Stiftskirche in Hohenholte

Entdecker gesucht - so multimedial kann eine Dorfkirche sein

  • Eine multimediale Licht- und Toninstallation in der Stiftskirche St. Georg in Havixbeck-Hohenholte lädt zur Betrachtung und Meditation ein.
  • Über einen Touchscreen können die Besucherinnen und Besucher auswählen, was sie im Kirchenraum entdecken möchten.
  • Texte und Musik eignen sich für Kinder und Erwachsene.
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Kirchenräume sind dazu da, vielfältige Kommunikation zu ermöglichen – der Menschen untereinander und zwischen Gott und Mensch. Mit der „multimedialen Erschließung“, die die Kirche als Raum zugänglicher machen soll, kann jedoch eine neue Qualität geschaffen werden, die mehr ist als die Übertragung von Gottesdiensten auf den heimischen Bildschirm.

Wer eine „multimediale Kirche“ entdecken möchte, sollte die Kirche St. Georg in Havixbeck-Hohenholte besuchen. Dort ist die multimediale Licht- und Toninstallation „Lichterloh“ mit neuen Inhalten bestückt worden. Auf einem Touchscreen können Besucherinnen und Besucher digital mehrere Licht- und Tonszenen starten, die jeweils nur wenige Minuten dauern.

Musik passend zur Lichtstimmung

„Wir ändern regelmäßig die Sequenzen, spielen immer wieder neue Musik ein und variieren die Lichtabläufe“, sagt Michael Schäfers vom Ortsausschuss Hohenholte der Pfarrei St. Dionysius in Havixbeck. Die aufeinander abgestimmten Licht- und Tonszenen bestehen aus einer Musik, einem besinnlichen oder heiteren Text und einer „lichterlohen“ Beleuchtung durch im Chorraum installierte LED-Strahler.

Passend zur Musik wird die Lichtstimmung in der Kirche gestaltet. Mehrere Scheinwerfer leuchten den Chorraum während des Beitrages aus. „Die Lichtfarben werden der jeweiligen Stimmung angepasst, für die sich der Nutzer entscheidet“, sagt Schäfers.

Idee vom Katholikentag 2018 mitgebracht

Ziel sei es, Besucherinnen und Besucher Möglichkeiten zu geben, den Kirchenraum zu erschließen und ihre Gefühlslagen aufzufangen. Per Knopfdruck entscheiden sie selbst, welche Texte und welche Musik sie hören möchten.

„Durch die digitalen Möglichkeiten wird der Kirchenraum inszeniert. Wer eine Kirche besucht, soll sich wohlfühlen“, sagt Schäfers. Er selbst habe auf dem Katholikentag 2018 in Münster vom Projekt einer „multimedialen Kirche“ erfahren und sei sofort davon begeistert gewesen.

Beliebte Dorfkirche

„Ich konnte mir gut vorstellen, das auch in Hohenholte auszuprobieren“, sagt Schäfers. Schließlich werde die Dorfkirche unweit von Münster von vielen Touristen besucht.

Schäfers, in der Pfarrei St. Dionysius auch als Kirchenvorstandsmitglied aktiv, bringt den nötigen technischen Sachverstand mit, um die entsprechende multimediale Installation am Computer mit Video- und Audio-Programmen herzustellen und zu programmieren.

Adventskalender in Vorbereitung

Die Installation ist dabei ein Gemeinschaftsprojekt: Mitglieder und Gruppen der Gemeinde bereiten die Beiträge vor, lesen die Texte und Impulse und suchen die Gebete aus. Nach einigen Monaten wechseln Text- und Tonbeiträge.

Schon jetzt bereitet der Gemeindeausschuss einen Adventskalender mit jeweils 24 Beiträgen für Kinder und 24 Beiträgen für Erwachsene vor, die über den Touchbildschirm abrufbar sind. „Auf einem Steuerpult kann der Besucher jeden Tag digital ein Kläppchen öffnen“, sagt Schäfers. Auf dem Steuerpult erscheinen die 24 Tage wie kleine Türen.

Viele positive Rückmeldungen

Den Adventskalender gestalten werden Gemeindemitglieder aller Altersgruppen: von den Kindergartenkindern bis zu den Senioren. „Wir möchten viele beteiligen. Das klappt bei uns in Hohenholte gut“, sagt Schäfers.

Auf die multimediale Installation hat er viele positive Rückmeldungen erhalten. „Die Interaktion zwischen Besucher und Kirchenraum kommt gut an. Sie ist zeitgemäß und spricht mittlerweile auch alle Generationen an.“

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