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Leos Enzyklika fordert eine ehrliche Kommunikation in der Kirche. Die Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten nennt Konsequenzen.
Die Gesellschaft Katholischer Publizistinnen und Publizisten Deutschlands (GKP) hat die Aussagen von Leo XIV. zur Bedeutung des kritischen Journalismus für die Kirche begrüßt. Der Papst würdige ihn in der Enzyklika „Magnifica humanitas“ als wichtigen Bestandteil einer „Ökologie der Kommunikation“, heißt es in einer Pressemitteilung.
„In einer Welt, in der falsche Informationen und Lügen als Waffe verwendet und Journalistinnen und Journalisten bedroht, gegängelt und getötet werden, steht der Papst ein für die Freiheit der Presse als wesentliche Bedingung für die Demokratie und eine offene Gesellschaft“, sagt der GKP-Vorsitzende Joachim Frank. Darüber hinaus unterstreiche Leo XIV. in der Enzyklika zudem, dass Wahrheit „ein Gemeingut und nicht das Eigentum derer [sei], die Macht oder Sichtbarkeit besitzen“.
Scham über kirchliche Kommunikation
Besonders hebt die GKP die selbstkritischen Aussagen zur Kommunikation in der Kirche hervor. Der Verband zitiert den Papst: „Mit Scham haben wir miterlebt, wie schmerzhafte Wahrheiten auch über Mitglieder der Kirche und über kirchliche Wirklichkeiten ans Licht kamen.“ Zugleich würdige Leo XIV. die Rolle der Presse bei der Aufklärung: „Insbesondere einige Journalisten, denen die Wahrheit am Herzen liegt, haben eine wesentliche Rolle dabei gespielt, Ungerechtigkeit und Missbrauch ans Licht zu bringen.“
Für die Kirche folge daraus ein klarer Anspruch auf „Wachsamkeit und Transparenz“. Christliche Gemeinschaften müssten „an einer transparenten Kommunikation und ehrlichen Suche nach Fakten mitwirken“, so der Papst.
Konsequenzen für Kirchenpresse
Die GKP leitet daraus auch Konsequenzen für die kirchlichen Medien ab. Diese müssten sich daran messen lassen, „ob sie frei und ohne Angst vor Sanktionen ihrer Auftrag- und Geldgeber zu innerkirchlichen Missständen recherchieren“, sagte Frank. Eine Kirchenpresse, die aus Rücksicht oder Furcht nicht berichte, schade sich langfristig selbst: „Statt von ‚eigenen‘ Medien eine genehme Berichterstattung zu fordern, sollten Bischöfe und andere Auftraggeber ihrer Verantwortung in der von Papst Leo beschriebenen ‚Ökologie der Kommunikation‘ gerecht werden.“