DIGITALISIERUNG

Enzyklika „Magnifica humanitas“ – so reagieren Politik und Wirtschaft

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Papst Leos Schreiben über Künstlicher Intelligenz sorgt auch jenseits der Kirche für Aufregung. Welche Schlüsse dort gezogen werden.

Von KNA

Nach dem Papst-Lehrschreiben zu Künstlicher Intelligenz (KI) gibt es Forderungen nach einer ethischen KI made in Germany. „Wenn wir wollen, dass Technologie dem Menschen dient, dann müssen wir sie selbst gestalten. Nicht nur regulieren. Sondern entwickeln, prägen und verantworten“, sagte Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) der „Rheinischen Post“. „Ethische KI aus Deutschland und Europa ist deshalb eine Voraussetzung für demokratische Selbstbestimmung im digitalen Zeitalter.“

Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sagte der Zeitung: „Künstliche Intelligenz muss dem Menschen dienen und damit auch dem Gemeinwohl.“ Die Technologie könne in vielen Bereichen bereits heute Nutzen stiften, etwa bei der früheren Erkennung von Krankheiten. Wo Grundrechte, Sicherheit oder Menschenwürde berührt sind, müssten jedoch klare Grenzen gezogen werden.

„Gerade deshalb müssen wir in Deutschland und Europa eine pragmatische KI-Entwicklung ermöglichen: Nur wenn gute KI-Anwendungen hier entstehen, trainiert und eingesetzt werden, können wir sie nach unseren Werten gestalten und für das Gemeinwohl nutzbar machen“, sagte Wintergerst.

Das erste Lehrschreiben von Papst Leo XIV., die Enzyklika „Magnifica humanitas“ („Großartige Menschheit“), widmet sich dem Umgang mit KI. Der Papst fordert unter anderem strengere Richtlinien, ohne aber die Technologie grundsätzlich abzulehnen. Er warnt vor einer Entmenschlichung durch verfehlte Nutzung und dringt auf eine breitere gesellschaftliche Kontrolle von KI.

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