Kirchenkabarett mit Ulrike Böhmer

„Erna Schabiewsky“ nimmt die Kirche auf den Arm

Darf man sich über die Kirche lustig machen? „Aber natürlich“, sagt Kirchenkabarettistin Ulrike Böhmer (55). Als „Erna Schabiewsky“ tourt sie durch die Gegend und lässt dabei kein Auge trocken. Ihr Thema? Alles rund um die Kirche: „Die meisten Geschichten kommen aus realen Erfahrungen. Natürlich entfremde ich sie, aber aus ihnen nehme ich meine Informationen. Oder ich lese nach, was in der Bistumszeitung steht. Man muss auf jeden Fall aufmerksam sein. Das Schöne daran ist aber, dass man das alles aus einer humorvollen Perspektive sehen kann.“

Die Kirchenkabarettistin weiß, wovon sie spricht. Viele Jahre war sie als Pastoralreferentin in Dortmund tätig und fand dabei ihren Weg zum Kabarett. „Ich habe mich schon damals über Dinge in der Kirche geärgert, die änderungsbedürftig sind. Das Kabarett wurde so zu einem Ventil, mit dem ich Kritik äußern konnte“, erzählt die Iserlohnerin.

Neues Programm im September

Inzwischen arbeitet sie nicht mehr als Pastoralreferentin. Was sich in innerkirchlichen Kreisen abspielt, kriegt sie trotzdem mit. In Iserlohn engagiert sie sich unter anderem ehrenamtlich für den Weltgebetstag der Frauen, und sie leitet einen Bibelkreis. Auch hier gilt: „Ohren und Augen auf! Ich lasse mir unterwegs viel von den Menschen erzählen.“

Termine
Wo „Erna Schabiewsky“ auftritt, erfahren Sie auf ihrer Internetseite.

Anlässlich des Reformationsjahres  2017 trat „Erna Schabiewksy“ mit dem Programm „Hier stehe ich! Ich kann auch anders!“ auf. Ein neues Programm ist bereits in Entwicklung und soll im September Premiere feiern: „Ich möchte gerne Themen umsetzen, die mir selbst wichtig sind. Möglich wären zum Beispiel die Großgemeinde oder junge Frauen in der Kirche.“ Ein weiteres Projekt wartet im Mai beim Katholikentag auf die gestandene Kirchenfrau. In der Halle Münsterland organisiert sie ein „Kabarett-Zentrum“ mit.