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Vor der 4. Synodalversammlung: Weihbischof Rolf Lohmann

„Ernst machen mit den Reformen“ - Delegierte zum Synodalen Weg

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Die vierte Synodalversammlung beginnt am 8. September in Frankfurt – mit großen Themen zur Beschlussfassung. Was erwarten, was hoffen, was befürchten Delegierte aus dem Bistum Münster? „Kirche-und-Leben.de“ hat acht von ihnen gefragt. Heute: Weihbischof Rolf Lohmann, als Regionalbischof zuständig für den Niederrhein und das Kreisdekanat Recklinghausen.

„Ich hoffe auf ein offenes, intensives Ringen um die Themen und schließlich auf eine gute und starke Mehrheit für die Texte, die zur Verabschiedung stehen“, sagt Weihbischof Rolf Lohmann. Nur so könne es gelingen, einen „glaubwürdigen und authentischen Weg zu gehen“ und auch wieder Vertrauen zurückzugewinnen.

Wichtigstes Ziel sei nach wie vor die Aufarbeitung des Skandals um sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche: „Die Themen, die wir besprechen, stehen alle in Zusammenhang mit dem Missbrauch“, betont Lohmann. Das hätten die einschlägigen Studien klar gezeigt.

„Wir sollten dankbar sein, dass offen miteinander gesprochen wird“

Aufarbeitung sei untrennbar mit Reformen verbunden. „Wir müssen ernst machen mit den Reformen - das ist das, was uns die Menschen sagen.“ Die vielen Kirchenaustritte, auch von Mitgliedern aus der Mitte der Gemeinde, zeigten die große Unzufriedenheit: „Es kann sich nur etwas ändern, wenn wir zuhören und das Volk Gottes zum Zug kommen lassen.“

Warnungen vor Veränderungen könne er nicht verstehen, sagt Lohmann: „Wir sollten als Kirche dankbar sein, dass in einer ganz offenen Art und Weise miteinander gesprochen und gerungen wird um richtige Antworten aus der Botschaft des Evangeliums heraus. Ich bin dankbar, dass sich so viele Menschen einbringen.“

„Wir sind verbunden mit der Universalkirche - das bleibt so“

Es gehe darum, einen „guten Weg zu finden, am Reich Gottes weiterzubauen, denn das ist unser Auftrag. Daher ist es wichtig, dass diese Synodalversammlung zeigt, dass wir zu Veränderungen bereit sind.“

Aus Rom erwartet Lohmann „Hilfe und Unterstützung“, denn beim Synodalen Weg gehe es um die Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit der Kirche. „Es geht nicht darum, uns zu trennen. Wir sind absolut verbunden und verwoben mit der Universalkirche, das soll auch auf Dauer so bleiben.“ Dennoch erwarte er eine Stärkung der Ortskirche, die Papst Franziskus bereits versprochen habe.

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