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Motive erinnern an Corona-Pandemie - Noch bis Ende Oktober zu sehen

Ernteteppich in Haltern zeigt den „Turmbau zu Babel“

  • Biblische Geschichte auf 20 Quadratmeter Fläche
  • Motive mit Bezug auf die Corona-Pandemie
  • Kleines Heft für Kinder erklärt Erntedank.

Bis Ende Oktober können Besucher den Ernteteppich in der Kirche St. Marien an der Gildenstraße in Haltern betrachten. Dargestellt wird auf mehr als 20 Quadratmeter das im Buch Genesis (11,1-9) geschilderte Unternehmen der Menschen, einen Turm zu bauen, „dessen Spitze bis an den Himmel reiche“. Bekannt ist die Geschichte als „Turmbau zu Babel“.

Gelegt haben die Früchte und Gaben der Natur die Mitglieder des Ernteteppich-Teams von St. Marien in der Pfarrei St. Sixtus. Entstanden ist er wie jedes Jahr nur aus abgelaufenen Lebensmitteln.

Einkaufstasche mit dem Motiv des Ernteteppichs

Steffi Kopper zeigt die Einkaufstasche mit dem Bild des Ernteteppichs.
Steffi Kopper zeigt die Einkaufstasche mit dem Bild des Ernteteppichs.

„Leider werden wir in diesem Jahr durch die Corona-Beschränkungen keine Führungen mit anschließendem Kaffeetrinken anbieten können“, sagt Steffi Kopper, die federführend die Motive des Ernteteppichs zusammenstellte. Käuflich erworben können Besucher in der täglich bis 18 Uhr geöffneten Kirche Postkarten und Einkaufstaschen mit dem Motiv des Ernteteppichs. „Wir hoffen, dass viele unseren Teppich in der Kirche besuchen und uns im Gästebuch ihre Meinung dazu mitteilen“, sagt Kopper.

In der Mitte des Teppichs wird ein Turm im Bau dargestellt. Zu sehen sind auch ein Blinder, ein Lahmer und ein Gehörloser. Sie verweisen auf die Heilungsgeschichten Jesu. Auf der links dargestellten Landschaft sind abgestorbene Bäume, verschmutzte Flüsse und zwei Menschen mit Masken zu sehen. Erinnern soll dieser Teil an die Umweltzerstörung und an die Corona-Pandemie. Die Masken tragen das Logo der Pfarrei St. Sixtus und das Logo der Stadt Haltern. „Sie zeigen, dass weder Pandemie noch Sorgen um die Umwelt vor unserer Haustür enden. Wir alle sind verantwortlich für eine gesunde Umwelt“, sagt Kopper.

Landschaft der Hoffnung

Steffi Kopper und Antonia Kleine haben eine Geschichte für Kinder geschrieben: „Minor, die kleine Kirchenmaus, rettet Erntedank“.
Steffi Kopper und Antonia Kleine haben eine Geschichte für Kinder geschrieben: „Minor, die kleine Kirchenmaus, rettet Erntedank“.

Auf dem Landschaftsbild der rechten Seite sind ein Regenbogen, grüne Berge, fruchtbares Land, saubere Flüsse und fröhliche Menschen zu sehen. „Erinnern soll dieser Teil durch das Regenbogen-Motiv an das Versprechen Gottes, dass alles wieder gut wird“, erläutert Kopper. Diese Landschaftsseite solle Hoffnung geben und Mut machen. „Wenn wir zusammenhalten, schaffen wir es auch durch die Zeit der Pandemie.“ Im sauberen Fluss zu erkennen sei auch das berühmte Gabelkreuz der St.-Sixtus-Kirche, das den Menschen von jeher Halt in schweren Zeiten gegeben habe.

Im Bild versteckt sind mehrere Motive mit biblischen Bezügen: Sieben Hühner erinnern an die Schöpfung, drei Schafe an die Dreifaltigkeit, und ein Esel weist auf die Geburt Christi hin.

Erzählung für Kinder: Kirchenmaus rettet Erntedank

Passend zum diesjährigen Ernteteppich hat Kopper, die beruflich die Kindertageseinrichtung St. Marien leitet, zusammen mit Antonia Kleine ein kleines Heft für Kinder erstellt. Es erzählt von Minor, der kleinen Kirchenmaus, die in ihrem neuen Buch Erntedank rettet. „Das kleine Erntedankbuch ist für alle Fans von Kirchenmäusen und besonders für die Kinder aus Haltern geeignet“, sagt die Kita-Leiterin.

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