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Tagung katholischer Männer in Münster

Erzbischof Schick: Männer kommen zu anderen Gottesdiensten als Frauen

Männer gehen nicht grundsätzlich seltener zum Gottesdienst als Frauen - allerdings zu anderen Anlässen. Davon hat sich der Bamberger Erzbischof Ludwig bei einer Männer-Tagung in Münster überzeugt gezeigt.

Männer gehen nicht grundsätzlich seltener zum Gottesdienst als Frauen. Davon hat sich der Bamberger Erzbischof Ludwig überzeugt gezeigt. Zur Eröffnung der bundesweiten Haupttagung der Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands (GKMD) in Münster sagte Schick: Zu den normalen Sonntagsgottesdiensten kämen zwar oft mehr Frauen, bei Gottesdiensten mit einer besonderen thematischen Ausrichtung seien jedoch auch viele Männer anzutreffen. „Es kommt immer darauf an, was angeboten wird“, betonte der „Männerbischof“ der Deutschen Bischofskonferenz. „Wenn etwas interessiert, dann kommen die Leute auch.“

Donatus Beisenkötter, Abteilungsleiter für Allgemeine Seelsorge im Bischöflichen Generalvikariat Münster, wies darauf hin, dass nur sieben Prozent der Kirchenmitglieder überhaupt noch regelmäßig in die Gottesdienste kommen. Allerdings sei die drei- bis vierfache Anzahl an Männern und Frauen auf vielfältige Weise in der Kirche engagiert. Das dürfe nicht vergessen werden.

Beisenkötter: Mit „Männerzentren“ in die Zukunft

Gleichzeitig machte Beisenkötter auf notwendige Veränderungsprozesse innerhalb der Kirche aufmerksam: „Wir werden in Zukunft weniger hauptberufliche Mitarbeitende haben und uns auf Prioritäten konzentrieren müssen.“ Ein Modell für die Zukunft seien „Männerzentren“, wo sich Interessierte selbst einbringen könnten.

Auch Schick warnte vor einem allzu engen Begriff von Kirche: „Wir sind Kirche und du nicht – so kann das nicht gehen!“ Er betonte, mit dem Synodalen Weg habe sich die katholische Kirche in Deutschland darauf eingelassen, an die wichtigen Themen gemeinsam und mit großem Vertrauen heranzugehen. „Wir können es nicht allen recht machen, aber vielleicht einigen gerechter werden“, sagte Schick.

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