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Die heute 30-Jährige war die bislang jüngste Präses. Warum sie aufhört und wer als Nachfolger gehandelt wird.
Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Anna-Nicole Heinrich, will das Amt 2027 aufgeben. „Sechs Jahre sind gerade in meinem Lebensabschnitt eine lange Zeit. Da darf es am Ende dieser Amtszeit für mich auch gut sein“, sagt die 30-Jährige dem Onlinemagazin „Die Eule“.
Heinrich war 2021 im Alter von 25 Jahren zur bislang jüngsten EKD-Synodenpräses gewählt worden. Der „Frankfurter Allgemeinen“ sagt sie: „Ich habe mein Amt als verlässliches Engagement für eine begrenzte Zeit verstanden.“
Ex-Minister könnte Heinrich nachfolgen
Die Synode der EKD konstituiert sich 2027 neu und wählt eine oder einen neuen Präses. Die Person leitet die Tagungen des Kirchenparlaments, vertritt es in der Öffentlichkeit und ist Mitglied im Rat der EKD.
Als Nachfolger Heinrichs wird der frühere Bundesverkehrsminister Volker Wissing gehandelt. Nach dem Bruch der Ampelkoalition im November 2024 war der 56-Jährige aus der FDP ausgetreten. Nach FAZ-Informationen soll der Rechtsanwalt im November zunächst von der Landeskirche seiner pfälzischen Heimat zum EKD-Synodalen gewählt werden.
Was ist die EKD-Synode?
Der Jurist ist auch Organist. Parallel zur Schule absolvierte er eine Ausbildung als nebenamtlicher Kirchenmusiker. Neben Wissing wurde auch die Präsidentin des Brandenburger Landtags, Ulrike Liedtke (SPD), als mögliche Präses ins Gespräch gebracht.
Die EKD-Synode repräsentiert die evangelischen Christen in Deutschland und besteht aus 128 Mitgliedern. Von ihnen werden für eine Amtszeit von sechs Jahren 100 durch die Synoden der 20 Landeskirchen gewählt, 28 Synodale beruft der Rat, zumeist Personen des öffentlichen Lebens und kirchlicher Werke.