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„Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“: Warum Theologinnen eine andere Liedauswahl in der Kirche fordern.
Der Konvent evangelischer Theologinnen in Deutschland fordert grundlegende Änderungen am geplanten neuen evangelischen Gesangbuch. Die alleinige Anrede Gottes als "Herr" sei nicht mehr zeitgemäß, so die Initiative. Zudem sollten mehr Lieder aus der Feder von Frauen und modernere Klagelieder aufgenommen werden.
Der Konvent schreibt, die traditionelle Konzentration auf männliche Gottesbilder müsse durchbrochen werden. Frauenspezifische, geschlechterumfassende und vielfältige Gottesbilder müssten gleichwertig berücksichtigt werden. Das fordere der Konvent seit Jahrzehnten.
"Mehr Lieder aus frauenspezifischen Kontexten"
Die Theologinnen bemängeln außerdem das Fehlen von Liedern, die sich mit Leid und Gerechtigkeit aus heutiger Sicht befassen. Insbesondere im Bereich der Passionslieder gebe es Lücken. Lieder aus feministisch-theologischen Zusammenhängen könnten hier wertvolle Impulse geben.
Der Konvent spricht sich zudem dafür aus, neue Liedtexte aus frauenspezifischen Kontexten aufzunehmen, die bereits seit Jahren in Gottesdiensten präsent seien. Die Auswahl der 500 Lieder für die gedruckte Ausgabe des Gesangbuchs werde weitreichende Bedeutung für die Kirchenpraxis haben. Deshalb müsse sie den Kriterien theologischer, kultureller und musikalischer Vielfalt genügen.